Beelitz und Umgebung

Am 8. Juni 997 ließ Kaiser Otto III. in einer auf der Arneburg (bei Stendal) ausgestellten Urkunde erklären, dass er an den Erzbischof von Magdeburg auf dessen Bitte einen Burgbezirk "belizi" im Gau "bloni" vertauscht habe. Mit großer Wahrscheinlichkeit war damit eine slawische Vorgängersiedlung des späteren Beelitz gemeint. Der dazugehörige Burgwall befand sich auf der Archeninsel südwestlich der heutigen Stadt. Der kaiserliche Feldzug des Jahres 997 war der letzte überlieferte Versuch, die durch den Lutizenaufstand von 983 erschütterte deutsche Herrschaft im Brandenburger Raum wiederherzustellen. Was in der folgenden Zeit aus der Übereignung wurde, ist unbekannt.

Als die Deutschen im 12./13. Jahrhundert erneut die slawischen Gebiete zwischen Elbe und Oder besetzten, gelang es offenbar zuerst einem Adelsgeschlecht, das um 1140/50 im Belziger Raum eine Herrschaft errichtete, die Beelitzer Gegend in seine Gewalt zu bringen. Auf der Archeninsel entstand eine deutsche Niederlassung. Um 1200 ließ der Graf von Belzig wahrscheinlich den Ort "Beliz" an der heutigen Stelle gründen, der als zunächst von West nach Ost ausgerichtete Anlage mit einem Straßenmarkt den Charakter eines kleinen Städtchens erhielt. Anlass für die Verlagerung könnte der Anstieg des Wasserstandes gewesen sein, der auf Grund des Anstauens der Flüsse durch die deutschen Siedler zum Betrieb von Wassermühlen verursacht wurde.

Zu dieser Zeit, als das deutsche "Beliz" 1216 erstmals erwähnt wird, bemühte sich offenbar der Magdeburger Erzbischof, den Ort seiner Oberhoheit zu unterstellen. Endgültig Erfolg hatte damit aber wohl erst Erzbischof Wilbrand (1235-1253), der nach einer Chroniknotiz Beelitz erlangte. Inklar ist, ob er damit bis zum Aussterben der letztmals 1251 erwähnten Grafen von Belzig warten mußte.

In der Beelitzer Kirche, die in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt wurde, gescah 1247 offenbar ein "Wunder", das dem brandenburgischen Bischof Veranlassung gab, Ablass zu gewähren, d.h. Wallfahrenden 40 Tage von den ihnen auferlegten Strafen zu erlassen, so sie "reuig im Herzen und geständig mit dem Mund kommen". Bischof Rutger sagte in seinem Ablassbrief vom 22. August 1247 allerdings nicht, welches Wunder sich in Beelitz ereignet hatte. Das "Wunderblut zu Beelitz" wurde Jahrhunderte später auf dieses Jahr (1247) bezogen. Im genannten Ablassbrief wird Beelitz vom im Ort anwesenden Bischof erstmals als "oppidum" (lat. Städtchen, Flecken) bezeichnet. Damit im Zusammenhang steht offenbar der Ausbau der Beelitzer Kirche, wofür 1252 die Bischöfe von Meißen und Havelberg Ablass gestatteten. Wann die Kirche errichtet wurde, weiß man nicht. Um 1290 gibt es Indizien dafür, dass Beelitz unter die Herrschaft von Brandenburg gekommen war.

Verantwortlich für den Wechsel ist vielleicht der damalige Erzbischof Erich gewesen, der der markgräflichen Familie entstammte und dieser nachweislich magdeburgische Besitzungen übereignete. Zu 1307 hören wir, dass der Bischof von Brandenburg Beelitz kaufen wollte. Bei dieser Gelegenheit wird der Ort erstmals als "civitas" (lat. Stadt) bezeichnet. Es ist unbekannt, ob der Kauf zustande kam und wer in dem Fall der Verkäufer war.

Sollte Beelitz damals an den Bischof von Brandenburg übergegangen sein, so dürfte es spätestens 1319 an die Mark Brandenburg zurückgefallen sein, denn in diesem Jahr starb der letzte Markgraf aus dem Hause der Askanier, und in der nun folgenden mehrjährigen Krise der Mark ist Beelitz dieser sicher kaum wieder zugefallen. 1321 wird der Ort aber als Mitglied eines Bundes märkischer Städte erwähnt.

Obwohl der neue Markgraf Ludwig aus dem Geschlecht der bayrischen Wittelsbacher Beelitz 1328 für einige Jahre dem Herzog von Sachsen verpfändet hatte, verband sich die Stadt 1349 mit (Treuen-)Brietzen zur Unterstützung Ludwigs, als diesen der angebliche nicht gestorbene, sondern von einer langen Wallfahrt aus Palästina zurückgekehrte Waldemar aus der Mark verdrängen wollte. Der "Falsche Waldemar", dessen Identität bis heute ungeklärt ist, scheiterte schließlich.

Markgräfliche Bestätigungsurkunden hat Beelitz im Mittelalter u.a. 1341, 1351, 1373, 1411, 1440 und 1452 erhalten. Der ranghöchste Aussteller ist Kaiser Karl IV., der 1373 die Makr Brandenburg für seine Söhne übernahm und in dem Zusammenhang am 27. August 1373 in Strausberg urkundlich alle Rechte und Besitzungen der Beelitzer Bürger bestätigte. 1370 genehmigte das Lorenzkloster zu Magdeburg, dem 1280 vom Magdeburger Erzbischof und vom Brandenburger Bischof die Patronatsrechte über die Beelitzer Kirche übertragen worden waren, den Bau einer Kapelle für das Wunderblut bei der Beelitzer Kirche.

1393 schlossen sich 21 brandenburgische Städte zu einem wehrhaften Bündnis zusammen, um den Handel und Ordnung gefährdenden Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Rittern, der Geistlichkeit und dem Adel, zwischen den Städten und den Feudalherren entgegenzuwirken und so vor allem die Sicherheit der Verkehrswege zu gewährleisten.

Zu Pfingsten 1478 drang der Söldnerhaufen des im Dienste des Herzogs von Sagan stehenden Hauptmanns Jan Kuk in einem Handstreich in die Stadt ein, mordete und plünderte. Brandenburgische und Treunbrietzener Truppen besiegten die Marodeure dann schließlich, jedoch wurde die Stadt bei der Belagerung in Brand geschossen. Im 16. Jahrhundert wurde die Stadt mehrfach ein Raub der Flammen. Großes Leid kam über die Beelitzer Bevölkerung während des Dreißigjährigen Krieges : Truppendurchmärsche, Einquartierungen und Kontributionszahlungen ließen Stadt und Einwohner verarmen. Als Folge der Kriegshandlungen brachen mehrmals Pestepidemien aus, die nur wenige Einwohner überlebten. Nur langsam erholte sich Beelitz von den Folgen des Krieges.

Im Jahr 1731 allerdings wurde Beelitz sogar für den Soldatenkönig Friedrich Wilhelm von Preußen interessant. Für eines seiner neuaufgestellten Husareneskadrons wurde die Stadt Garnisonsstandort. Da es zur damaligen Zeit noch keine Kasernen im heutigen Sinn gab, erfolgte die Unterbringung der Soldaten in den Bürgerhäusern der Stadt.An der Spitze diese Eskadrons stand damals Rittmeister Hans-Joachim von Zieten, der spätere legendäre Husarengeneral, der hier seien militärische Laufbahn im Dienste Preußens begann.

Während der Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft lieferte sich am 6. März 1813 vor und in der Stadt russische Kosaken und französische Infanterie ein Gefecht, das mit der Vertreibung der Franzosen endete. Der Erfolg der Russen war nicht zuletzt der mutigen Tat eines Beelitzer Ackerbürgers zu verdanken, der den Kosaken den Weg in den Rücken des Gegners wies. Eine Kanonenkugel steckt noch heute in der Hauswand eines Gebäudes in der Trebbiner Straße.

Den Anschluß an die Wetzlarer Eisenbahn bekam Beelitz 1879. Damit war die einst so wichtige, an der Straße von Berlin nach Leipzig gelegene Postrelaisstation überflüssig geworden.

Ein noch heute bedeutsames Kapitel der Stadtgeschichte begann 1861, als der Ackerbürger Johann Friedrich Wilhelm Hermann mit dem feldmäßen Anbau von Spargel begann. Mit dem Berliner Markt vor der Tür stieg von Jahr zu Jahr die Nachfrage, und immer mehr Bauern gingen zum Anbau dieses Edelgemüses über. Durch den idealen Standort begünstigt, erlangte der Spargel eine ausgezeichnete Qualität und einen guten Ruf bis über die Landesgrenzen hinaus. Beelitz entwickelte sich bis zu den zwanziger und dreißer Jahren des 20. Jahrhunderts zum märkischen Spargelanbauzentrum. In der Folgezeit ging die Produktion jedoch erheblich zurück.

Ein Ereignis ganz anderer Art hat Beelitz ebenfalls bekannt gemacht. Im Jahre 1898 begann mit dem ersten Spatenstich der Bau der Beelitzer Heilstätten durch die Landesversicherungsanstalt Berlin.

Sie entwickelte sich zu einem Sanatoriumskomplex für lungenkranke Arbeiter vor allem aus dem industriellen Ballungsgebieten der Großstadt Berlin. Mit seinen umfangreichen Anlagen und Versorgungseinrichtungen waren die Heilstätten nahezu unabhängig von der Außenwelt. Die dritte Stadterweiterung von 1905 bis etwa 1930 betraf nicht nur die Heilstätten. Auch zahlreiche andere Gebäude wurden in dieser Zeit geschaffen und prägen noch heute das Stadtbild : z.Bsp. die neue Schule, das Finanzamt und as Amtsgericht. 1930 wurde die Überseefunkempfangs- und sendestelle der Reichspost, die größte ihrer Art auf dem Erdball, in der Nähe des Ortteils Schönfeld in Betrieb genommen.

Die Landschaft vor den Toren Berlins und Potsdams zählt zu den reizvollsten Naturräumen der Mark Brandenburg. Markante Höhenzüge mit dichten Kiefernmischwäldern, stille Seen sowie Wiesen- und Luchgebiete prägen das Landschaftsbild. In unmittelbarer Nähe von Beelitz befindet sich einerseits der Beelitzer Sander mit seinen ausgedehnten Kiefernforsten, anderseits die Niederungslandschaft Nuthe-Nieplitz mit ihren großzügigen Feuchtwiesen. In der näheren Umgebung von Beelitz befindet sich der Fläming und die Havelseen. Der waldreiche Beelitzer Sander erstreckt isch wie ein Fächer von Ferch bis zur Niederungskante der Nieplitz in unmittelbarer Nähe der Dörfer Schäpe und Reesdorf. Nur im Bereich von Klaistow, Kanin und Busendorf öffnet sich der Wald hin zum landschaftlich reizvollen Kaniner Luch. Der Beelitzer Sander bildet als langgetreckte Sandwelle die topographische Schwelle zum tiefergelegenen Havelland.

Das Nieplitztal erstreckt sich, aus südlicher Richtung her kommen, von Buchholz entlang der Orte Salzbrunn, Reesdorf, Beelitz, Schönefeld und Zauchwitz bis in das Mündungsgebiet am Blankensee. Hier hat sich eine reizvolle Landschaft herausgebildet. Die weiträumigen Wiesenflächen werden durch viele Einzelbäume, Baumgruppen, Flurgehölze, Hecken, Trockenrasen und Röhrrichtbestände gegliedert. Östlich der Stadt Beelitz befindet sich von mehr und mehr Tagesausflüglern bereits entdeckte Bereich der Nuthe-Nieplitz-Niederung (Rieben, Zauchwitz und Körzin) im Naturschutzgebiet um den Riebener See, den Pfeffergraben und die Uferbereiche des Blankensee.

Blankensee und Umgebung
Dem Pfarrer Gerhard Peters ist's zu verdanken, daß die kleine Gemeinde Blankensee im Kreis Teltow-Fläming eine museale Kostbarkeit besitzt. Das hiesige Bauernmuseum ist eine wahre Schatzkammer im wahrsten Sinne des Wortes.

Alles begann vor einem halben Jahrhundert, als Peters seine volkskundliche Privatsammlung in der Herrschaftsempore seiens Gotteshauses erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Man kam an den Wochenenden aus Potsdam, berlin, Leipzig und deren Städten und Orten, um sich die Zeitzeugen anzuschauen. Dann wurde der Platz in der Dorfkirche zu eng. Nach dem Tod des Pfarrers fand man ein angemessenes Domizil für die Schätze. Und zwar bot sich das älteste Wohnhaus des Dorfes als Museum an.

1649 ist das Baujahr des märkischen Mittelflurhauses vom Typ Wohn-, Stall- und Scheunengebäude. Allein seine Fachwerkskonstruktion erzählt Geschichte. Die Exponate legen Zeugnis vom Alltag der Blankenseer von gestern ab.

Gerätschaften aus dem Haushalt und eine schwarze Küche sind ebenso zu bestaunen wie eine Reisetaschen-Sonnenuhr mit Kompaß und Lot aus dem 17. Jahrhundert. Auch eine originale Ritterrüstung ist ausgestellt.

Aber auch für Feste bietet sich das Blankenseer Bauernmuseum an. Mitte Mai zum Beispiel trifft man sich auf einem Handwerker- und Gewerbefest. Ein solches Spektakulum soll es auch im Sommer wieder geben. Imker, Fischer, Kunsthandwerker und andere Zünfte der Mark stellen sich auf diesen Festen vor.

Blankensee hat den Ausflüglern noch mehr zu bieten. Gleich neben dem Bauernmuseum steht versteckt hinter Laubbaumriesen eines hübschen Parks das 250 Jahre alte Schloß Blankensee, ein märkisches Kleinod, das sich in die Galerie der etwa 350 brandenburgischen Schlösser und Herrenhäuser einreiht.

Keinem anderen als Peter Joseph Lenné, dem berühmten Schöpfer vieler Parks und Anlagen in der Mark, wird die Gestaltung des Parks mit dem barocken Gutshaus vermutlich zugeschrieben. Dafür steht die Jahreszahl 1832.

Über dem Schloßeingang prangt das Wappen derer von Thümen, der einstigen Schloßherren. Denen verdankt diese Fleckchen Erde auch den Beinamen Thümen'scher Winkel. Viktor von Thümen hatte, anders als seine Ahnen in den fünf vorangegangenen Jahrhunderten, wenig Glück in Geldangelegenheiten und mußte Schloß und Park verkaufen. Der Dichter Hermann Sudermann (1857-1928), ein Freund der Familie von Thümen, erwies sich als Retter in der Not und erwarb das Anwesen. Sudermann, aus dem Memelland nach Berlin gekommen, nutzte fortan Blankensee als Sommersitz. Er galt zur Jahrhundertwende als einer der erfolgreichsten deutschen Dramatiker, und dieser literarischen Kunstgeschmack konnte von ihm gelungen auf die Gartengestaltung übertragen werden.

Zwar wurde Lenné 1832 mit der Neuordnung des Geländes beauftragt, doch stellt sich der Park heute als Werk Sudermanns dar. Anders das Schloß, das zwar um Seitenflügel und Freitreppe ergänzt wurde, größtenteils aber noch dem Zustand nach der Erbauung von 1739/1740 entspricht.

Bei seinen Reisen nach Süddeutschland und Italien kaufte der Dramatiker immer wieder zum Teil auserlesene Kunstobjekte aus der Zeit des 15. bis 18. Jahrhunderts, die er anschließend in Blankensee plazierte. Auf diese Weise ist der Park zu einem Schulbeispiel der historischen Gartenbaukunst geworden. Erwähnt seien nur das süddeutsche Steintor mit barocken schiedeeisernen Gitter und italienischen Marmarreliefs der Frührenaissance, Rokokofiguren, die Venusinsel mit Venus und Amor, der Rundtempel und die Jahreszeitenwiese, umstellt von italienischen Nischenfiguren der vier Jahreszeiten.

Durchflossen wird der Landschaftsgarten von dem Flüßchen Nieplitz.

Zum Schluß noch etwas interessantes über und um Blankensee. Für Preußen König Friedrich Wilhelm I. (1713-40) und andere Potsdamer Regenten waren Blankensee wie auch die drei "sächsichen Dörfer" Kanin, Busendorf und Klaistow etwa 20 Kilometer weiter westlich einen Quelle ständigen Ärgers. Die Enklave im Brandenburgischen waren Ausland und damit bevorzugtes Fluchtziel der recht zahlreichen Deserteure unter den "Langen Kerls". Erst 1815 schlug der Wiener Kongreß diese Gebiete gemeinsam mit dem Amt Belzig zum Königreich Preußen.

Öffnungszeiten des Bauernmuseums in Blankensee :
Mittwoch bis Freitag von 10.00-12.00 und 13.00-17.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 13.00-17.00 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen
weitere Informationen : www.bauernmuseum-blankensee.de

Friedensstadt oder Friedensstadt Weißenberg
Unweit von Blankensee liegt der Ort Friedensstadt, er gilt als religiöses Siedlungswerk mit verschiedenen Einrichtungen. Die Einrichtung wurde im Jahre 1920 durch Joseph Weißenberg gegründet. Ziel war es bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, gleichzeitig sollte ein soziales Gemeinwesen mit religiösen Hintergrund geschaffen werden. Friedensstadt wurde ausschließlich aus privaten Spenden finanziert und entwickelte sich zu der größten deutschen Privatsiedlung.
1935 wurde das Gelände unter den Nationalsozialisten enteignet und die Evangelisch-Johannische Kirche verboten. Von 1942-1945 diente das Gelände als Außenlager des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände, außer der markanten Doppelbogen-Kirche, von der Roten Armee besetzt und eine Garnison errichtet. 1994 wurde das Gelände von der Russischen Armee wieder an die Johannische Kirche wieder zurückgegeben.

Buchholz
Buchholz wurde 1343 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort liegt südlich von Beelitz an der ehemals bedeutenden Heer- und Handelsstraße zwischen Berlin und Leipzig. Die Dorfkirche wurde 1733 errichtet und hat eine Besonderheit : Ihr Kirchturm wird als "Schiefer Turm von Buchholz" bezeichnet, da er neuesten Messungen zufolge geneigt ist. Jedes jahr findet in Buchholz das Buchholzer Blasmusikfest statt.

Busendorf
Zur Gemeinde Busendorf gehören seit 1953 die Ortsteile Kanin und Klaistow. Im Volksmund als die "drei sächsischen Dörfer" bekannt, waren sie über 600 Jahre lang eine Enklave Sachsens auf preußischen Teritorium. In Kanin steht mit der um 1138 erbauten Kirche die älteste märkische Feldsteinkirche mit Resten einer spätmittelalterlichen Wandmalerei. In Klaistow ist noch weitesgehend die historische Anlage als Rundlingsdorf erhalten.

Elsholz
Elsholz, ein typisches Straßenangerdorf, wurde erstmals 1375 urkundlich erwähnt. Die Kirche ist ein quaderförmiger Putzbau, errichtet 1712, mit einem Fachwerkturm. Bis heute hat Elsholz seine typisch märkische Dorfidylle erhalten, vor allem wegen der Baumallee, die Besucher zum Spazieren und Verweilen einlädt.

Reesdorf
Reesdorf ist ein Rundlingsdorf. Diese Siedlungsform diente dem Schutz von Bewohnern und Vieh. Die Häuser wurden rund um die Dorfmitte gebaut. 1540 brannte der Ort vollständig ab. Die Kirche, ein friderizianisch-nüchterner Bau im Dorfkern, wurde 1775 erneut aufgebaut.

Salzbrunn
In den im 16. Jahrhundert entdeckten Salzquellen liegt der Ursprung des Ortsnamens. König Friedrich II. siedelte die ersten zwölf Familien im Jahre 1748 hier an. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat der gassenförmige Ort sein Aussehen wenig verändert. Die Reste der Salzbrunnen (Saline) sind auf einem gut ausgeschilderten Wanderweg zu erreichen. Alljährlich finden in der Gemeinde Salzbrunn das Reiterfest und die Fuchsjagd statt.

Schäpe
Schäpe wurde erstmals 1342 erwähnt und als unregelmäßiges Gassendorf gebaut. Interessant ist die 1825 errichtete Kirche, ein klassizistischer quaderförmiger Putzbau auf Feldsteinfundament nach Entwürfen von Karl-Friedrich Schinkel.

Schlunkendorf
Weitab von großen Verkehrstraßen liegt Schlunkendorf, erstmals 1370 urkundlich erwähnt. Bodenfunde zeugen jedoch von Menschenansiedlungen um 300 vor unserer Zeitrechnung. Bekannt ist Schlunkendorf durch den Spargel, der hier auf größeren Flächen angebaut wird, und seine Reiterhöfe. In Schlunkendorf befindet sich das Spargelmuseum.

Wittbrietzen
Das 1337 erstmals erwähnte Wittbrietzen gehörte bis 1523 zu Sachsen. Die Kirche, zwischen 1225 und 1260 erbaut, ist im Kern ein romanischer Feldsteinbau. Erst 1847 kam es zum Anbau stilfremder Elemente. Im Wittbrietzener Bauernmarkt werden Produkte des ortsansässigen Agrarbetriebes direkt angeboten. Der mit alten Bäumen bestandene Dorfplatz lädt zum Verweilen ein.

Zauchwitz
Zauchwitz wurde von Slawen auf einer Bodenerhebung, die von Sumpf und Wasser umgeben war, gegründet. Erstmals erwähnt wurde der "trockene Ort", wie er in der Übersetzung heißt, im Jahr 1375. Die Lage in unmittelbar Nähe des Naturschutzgebietes "Nuthe-Nieplitz-Niederung" ist für Besucher sehr reizvoll. Der Ortsteil Körzin am Rande des Blankensees dient als Ausgangspunkt für Wanderungen in das Naturschutzgebietes "Nuthe-Nieplitz-Niederung".

Karte Beelitz