Luckau und Umgebung

Die Entwicklung der Stadt im 13. Jahrhundert und die Ernennung zu einer der Haupstädte der Niederlausitz im Jahre 1492, verdankt Luckau seiner geographischen Lage am Schnittpunkt mehrerer strategisch wichtiger Wege und Handelsstraßen.

Die erste Erwähnung Luckaus stammt aus dem Jahre 1276.

Im 13. und 14. Jahrhundert verstärkte sich die deutsche Kolonisation der Lausitz. In diese Zeit fallen viele Orts- und Kirchengründungen. Noch sind die Spuren des Glaubenskampfes an Resten von Wallanlagen einstiger Burgen und massiv gebauter Feldsteinkirchen zu besichtigen.

In wirtschaftlicher Beziehung blieb die Niederlausitz bis weit über das Mittelalter hinaus ein ländlicher Bezirk, der nur geringe Überschüsse abwarf. Im Jahre 1635 kam Luckau mit dem Prager Frieden zu Sachsen. Erst 1815 kam Luckau dann wieder unter preußischer Verwaltung. Bis zum 19. Jahrhundert wurde das Land immer wieder durch Kriege, Seuchen und Brände in seiner Entwicklung gehemmt.

Seit der 180. Wiederkehr (4. Juni 1813) der siegreichen Schlacht der Truppen des Generals Bülow gegen Napoleon werden jährlich zu den Luckauer Stadtfesten Szenen dieses Gefechtes in originalgetreuen Uniformen nachgestellt. Mit der Restaurierung des Napoleonhäuschens in der Luckauer Stadtmauer im Jahre 1991 wurde dieses von der Arbeitsgemeinschaft "Befreiungskriege" als Museum eingerichtet. Der erhaltengebliebene, teilweise originalgetreu restaurierte Stadtkern, umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer mit Wieckhäusern, dem Roten Turm, einem Stadtgraben und einer sich anschließenden Parkanlage, prägt das unverwechselbare Stadtbild.

Luckau, eine Stätte für Romantiker, bietet als markantestes Bauwerk die St. Nikolaikirche. Dieser gewaltige, gotische Bau entstand in mehreren Bauphasen zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert. Zu der noch vollständig vorhandenen Innenausstattung aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, gehören unter anderem die barocke Donatorgel mit 44 klingenden Registern, eine Doppelwendeltreppe und eine Sandsteinkanzel des Torgauer Bildhauers Andreas Schulze.

Reichverzierte Bürgerhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die spätromanische Georgenkapelle mit dem Hausmannsturm und das klassizistische Rathaus bilden den Stadtkern.

Das Leben in den Städten Luckau, Golssen, Dahme und den umliegenden Dörfern hat einen Hauch jener Nostalgie bewahrt. Der erhaltengebliebene, teilweise originalgetreu restaurierte Stadtkern von Luckau, umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer mit Wieckhäusern, dem Roten Turm, einem Stadtgraben und einer sich anschließenden Parkanlage, prägen das unverwechselbare Stadtbild.

Im Jahre 2000 fand in Luckau die Landesgartenschau statt. An 177 erlebnisreichen Tagen stand im 12 ha großen Gartenschaugelände und in der historischen Luckauer Altstadt ein blütenreiches und unterhaltsames Gartenschauprogramm im Mittelpunkt. Die Verbindung des alten Stadtkerns mit den Gärten, die Belebung und Öffnung vorhandener Gartenanlagen in der Stadt, entlang der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer, sowie die Erschließung neuer Gartenbereiche machten den einzigartigen Charakter der Landesgartenschau Luckau aus.

Naturschutzstation Wanninchen
Südöstlich von Luckau, in dem einzig verbliebenen Gehöft des früheren Dorfes Wanninchen, inmitten der Tagebaulandschaft Schlabendorf Süd, befindet sich eine Naturschutzstation in der Trägerschaft des Landes Brandenburg.

In dieser Außenstelle des Landesumweltamtes wird an Konzepten zur Entwicklung und Erhaltung von Lebensräumen für Pflanzen- und Tierarten gearbeitet. Die Aufwertung von beeinträchtigten Räumen der Agrar- und Bergbaufolgelandschaft steht dabei im Mittelpunkt. In den umfangreichen Außenanlagen werden Beispiele für natürliche Landschaftsgestaltung demonstriert. Besondere Anziehungspunkte sind dabei Volieren, eine Obststreuwiese, ein Bauerngarten, ein Obstsortenlehrpfad, ein Weinberg, Kleingewässer und ein Findlingsgarten mit seinen aus dem Tagebau stammenden eiszeitlichen Zeugen. Ein besonders schönes und interessantes Exemplar dieser Sammlung liegt im Fremdenverkehrsbüro Luckau.

In der von massiven Eingriffen der Braunkohleförderung gezeichneten, eigentümlichen Landschaft haben sich bereits seltene Kleintierarten angesiedelt. Ein Beobachtungsturm bietet Gelegenheit zu einem beeindruckenden Rundblick über herrliche Bade- und Naturseen, Wiesen und Wälder, die als Bergbaunachfolgebereiche im Entstehen begriffen sind. Nach Voranmeldung organisieren Mitarbeiter der Naturschutzstation Führungen und stehen Interessenten mit Auskünften gern zur Verfügung.

Beeindruckend und unvergeßlich ist auch, wenn sich Tausende von Kranichen mit ihrem schmetternden Ruf im Frühjahr und Spätherbst zur Rast sammeln.

Einer der größten Kranichplätze Deutschlands liegt auf den Freesdorfer Wiesen bei Luckau. Diese 150 Hektar umfassende Gebiet wurde 1977 unter Schutz gestellt. Kleinere Rastplätze gibt es noch in nördlicher Richtung, zwischen Krossen, Golßen und Kasel-Golzig.

Einige Wochen im Herbst vergehen, bis sie sich vollständig zu ihrer langen und anstrengenden Reise versammelt haben. So hat an mehreren Morgen- und Abendstunden die Möglichkeit, an dieser Zeremonie als Beobachter teilzunehmen. Ein großartiges Erlebnis bleibt es, wenn in der einbrechenden Dämmerung der frühen Abend- bzw. Morgenstunden des Spätherbstes die imposanten Vögel in keilförmigen Gruppen unter wehmütigen, so charakteristischen und weithin vernehmbaren Trompetentönen zum Rastplatz kommen, um sich in großer Schar zur Nachtruhe zu sammeln.

Von den sehr scheuen, empfindlichen Tieren brüten in unserer Gegend 15 bis 20 Paare.

Naturschutzstation Wanninchen
Post Görlsdorf
15926 Görlsdorf
Telefon : 03544-4243


Karte Luckau