Meyenburg und Umgebung

Meyenburg wurde im Jahre 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Die Burg Meyenburg und die Besiedlung der Gegend um Meyenburg durch Slawen ist aber wesentlich älter. Meyenburg liegt an der Stepenitz. Im Jahre 1214 kam Meyenburg zu Brandenburg. Im Jahre 1364 gelangte des Gebiet um Meyenburg in den Besitz der Familie von Rohr. Um 1500 wurde das Schloss Meyenburg im spätgotischen Stil errichtet. Im Laufe der Jahre entstanden immer neue Teile des Schlosse (im 15. jahrhundert - die linke Seite des Schlosse). Das Schloss wurde im Jahre 1865 im Stil des Neorenaissance komplett umgebaut. Im Schloss Meyenburg befindet sich heute das Modemuseum, das Heimatmuseum und die Rohr'sche Stube.

Während des Dreißigjährigen Krieges hatte die Prignitz sehr zu leiden. Fast die gesamte Bevölkerung der Prignitz wurde ausgerottet. In Meyenburg lebte nach dem Dreißigjährigen Krieg niemand mehr. 1795 kam es zu einem schweren Stadtbrand und die Zerstörung vieler Häuser. Im Meyenburg entwickelte sich im 18. Jahrhundert das Handwerk, besonders das Schuhmacherhandwerk. Durch den Anschluss an das Eisenbahnnetz im Jahre 1887 entwickelte sich Meyenburg stark.

Preddöhl
Preddöhl wurde im Jahre 1325 erstmals als "Predule oder Pridölle" urkundlich erwähnt. In Preddöhl befindet sich eine Wehrkirche aus Feldsteinen. In der Wehrkirche haben sich die Bauern der Umgebung bei Gefahr zurückgezogen. Sichtbares Zeichen der Wehrhaftigkeit der Kirche sind die schmalen Schießscharten. Der Dorfgasthof aus dem 18. Jahrhundert im Ort steht unter Denkmalschutz. Es handelt sich um einen Fachwerksbau mit Vorlaube (diese Häuser waren typisch für die Prignitz) an der Traufseite. Im Jahre 1919 kam Paul Cornelius Buss nach Preddöhl. Er war als Wunderheiler bekannt und hatte viele Patienten aus England, Holland, Frankreich, der Sowjetunion und anderen Ländern. Im Jahre 1939 verboten die Nationalsozialisten die weitere Ausübung des Wunderheilens. Paul Cornelius Buss starb im Jahre 1951 in Preddöhl. Sein letzter Wohnort, die "Villa Maria", befindet sich in Preddöhl.

Grabow
Grabow wurde im Jahre 1488 erstmals erwähnt. Grabow ist eine slawische Siedlung und als Runddorf mit nur einem Dorfeingang angelegt. Die Kirche in Grabow wurde im Jahre 1860 als Feldsteinbau errichtet.

Freyenstein
Freyenstein ist eine der besterhaltenen Stadtwüstungen in Deutschland und ist ein wertvolles Bodendenkmal in Europa. Nach schweren Verwüstungen im 13. jahrhundert, entschloss man sich im Jahre 1287 die "alte" Stadt aufzugebebn und diese weiter nördlich aufzubauen. Die ehemalige Stadt wurde in Laufe der Jahrhunderte als Ackerfläche genutzt. Bei archäologischen Grabungen auf Ackerflächen wurden Häuserfundamente der "alten" Stadt gefunden.

Sehenswert in Freyenstein ist die Marienkirche, das "Neue Schloss" und das "Alte Schloss" in Freyenstein. Die Marienkirche wurde im Jahre 1325 fetiggestellt. Bei der Kirche handelt es sich eine dreischiffige gotische Hallenkirche. Das "Alte Schloss" in Freyenstein wurde im 16. Jahrhundert als dreiflügeliges Renaissanceschloss auf einer alten Wasserburg, im Auftrag der Familie von Rohr, errichtet. Erhalten ist heute nur noch ein Schmuckgiebel des Schlosses mit Terrakotten. Das Neue Schloss befindet sich in der Nähe des Zentrums von Freyenstein. Es ist ein dreistöckiges Gebäude aus Feldsteinen und Ziegelsteinen. Mit dem Schloss ist ein turmartiges Stadttor verbunden.
Sehenswertes in Meyenburg und Umgebung:
  • Schloss Meyenburg
  • Modemuseum in Meyenburg
  • Heimatmuseum Rohrsche Stube in Meyenburg
  • Stadtmauer mit Hungerturm in Meyenburg
  • Naturerlebnispfad "Schmolder Tannen" bei Meyenburg
  • Stift Marienfließ - Zieterziensernonnenkloster in Marienfließ
  • Fachwerkkirche in Halenbeck-Rohlsodrf
  • Feldsteinlkirche aus dem 14. jahrhundert in Halenbeck-Rohlsodrf
  • Fachwerkhaus mit Vorlaubenhaus in Preddöhl
  • Wehrkirche und Feldsteinkirche in Preddöhl
  • Renaissanceschloss in Freyenstein
Karte Meyenburg