Templin und Umgebung

Das inmitten eines waldreichen Seengebiet gelegene Templin wird in der geschichtlichen Überlieferung relativ spät genannt. Vermutlich um 1240 von den Askaniern gegründet, tritt Templin 1270 das erste Mal urkundlich in Erscheinung. Nach dem Aussterben der Askanier wird die Stadt zum Spielball pommerscher und mecklenburgischer Interessen, kann jedoch durch eine offenbar geschickte Politik umfangreiche Rechte (Gerichtsbarkeit, Münze) sowie respektablen Grundbesitz erwerben. Nachdem mit dem Frieden zu Eberswalde die dauernden Einfälle der Pommern und Mecklenburger ein Ende fanden, bestätigten 1441 die Hohenzollern den Besitz und die Rechte Templins.

Wiederholte Stadtbrände - insbesondere 1618 und 1735 - haben den Wohlstand der Stadt mehrmals vernichtet und bis auf die massiven Anlagen der mittelalterlichen Stadtbefestigung einen völligen Neuaufbau notwendig gemacht.

Die neue Stadtanlage, wie sie noch heute erhalten ist, wurde vollkommen regelmäßig konzipiert. So wurden die zweigeschossigen Fachwerkhäuser - mit gleicher Firsthöhe und der Traufseite zur Straße - in geschlossenen Reihen zu rechteckigen Häuserblocks formiert, deren Straßen senkrecht aufeinander stoßen. An jedes Haus schlossen sich ein kleiner Hof, Nebengebäude für Stallungen sowie ein Garten an. Etwas versetzt zur Mitte wurde ein Marktplatz angelegt, auf dem sich die Straßen vom Berliner-, Prenzlauer und Mühlentor in einer Weise treffen, daß die Tore nicht von durchgehenden Straßen verbunden werden.

Im Berliner Tor, zirka 600 Jahre alt, befindet sich die Ausstellung "Lebensräume" der Großschutzgebiete Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und Naturpark Uckermarkärkische Seen. Im Mühlentor, dem kleinsten Stadttor, können Sie Trachten aus der Region und uckermärkische Traditionen sehen. Der Volkskunstverein zur Pflege uckermärkische Traditionen hat hier sein Domizil. Im Prenzlauer Tor befindet sich das Uckermärkische Volkskundemuseum Templin.

Das Rathaus, ein um 1750 nach Plänen von Karl Samuel Schmidt aus Berlin entstandener dreigeschossiger Putzbau, steht inmitten des von Linden gesäumten Platzes. In nördlicher Richtung befindet sich die Maria-Magdalenenkirche, ein auf älteren Mauerresten errichteter verputzter Hallenbau von 1749 mit polygonalem Chor und im oberen Teil eingezogenem Westturm und kupferbeschlagener Haube. Im Innenraum ist noch der Orgelprospekt von 1769 zu sehen.

Die St. Georgskapelle, das älteste Gebäude Templins, in der Nähe des Berliner Tores ist ein spätgotischer turmloser Ziegelbau aus dem 14./15. Jahrhundert. Im Innern der von den Stadtbränden 1618 und 1735 verschonten Kapelle ist ein Flügelaltar von 1500 sowie eine "St.Georgs-Figur mit dem Drachen" zu sehen.

Den mittelalterlichen Charakter Templins bestimmt jedoch nach wie vor die ehemalige Stadtbefestigung, die in ihrem Kern vermutlich auf die Zeit um 1250 zurückgeht und noch heute vollständig erhalten ist. Sie ist rund 1.700 Meter kang und 7 Meter hoch und umschließt den mittelalterlichen Teil von Templin.

In die solide geschichtete Feldsteinmauer, an deren Innenseite man einen Rundgang um die ganze Stadt machen kann, sind etwa alle 20-30 Meter Wiekhäuser zur besseren Verteidigung gebaut. Alle drei Tortürme (Prenzlauer-, Lychener- und Berliner Torturm) haben über ihre Durchfahrten mehrere Backsteingeschosse, deren Giebel zur Feldseite Vorrichtungen für Fallgitter tragen. Die Stadtseiten sind durch Fenster und Blenden jeweils reich gegliedert. Im PrenzlauerTor ist heute das Heimatmuseum untergebracht.

Von Templin bis Ahlimbsmühle erstreckt sich mit 10 km Länge der größte See des Templiner Seenkreuzes - der Lübbesee. Die herrliche Umgebung ist wie geschaffen für Entspannung und Erholung. Das klare Wasser des Sees lädt zum Baden ein, und sein Fischreichtum läßt manch Anglerherz höher schlagen. Zu den natürlichen Bewohnern gehören auch Biber, die am Seeufer ihre Burgen errichtet haben. Empfehlenswert ist eine Rundwanderung um den Lübbesee. Der 19 km lange Fuß -und Radweg umkreist den See in ganzer Ausdehnung.

Westernstadt Eldorado
Im wilden Osten ist manches anders, besonders aber in "Silverlake City" bei Templin in der Uckermark. Ein bayerischer Investor hat dort eine Westernstadt mit fast allem Drum und Dran aufgebaut mit vielen Ideen, vielen Millionen und rund hundert Mitarbeitern. Der Ort ist aus dem Boden gestampft, aber viele Einrichtungsgegenstände sind echt aus dem Wilden Westen des Jahres 1880. Der Freizeitpark in der Nähe Berlins wartet nun auf die vielen alten und jungen Karl May-Fans.

weitere Informationen unter: www.eldorado-templin.de

NaturTherme Templin
Sanft eingebettet in die gewachsene uckermärkische Landschaft, umgeben von Wiesen und Wäldern, von Flüssen und Seen, ist die NaturTermeTemplin ein Ort von Lebensfreude und Gesundheit. Wohlig warm werden Sie in unser Thermasole mit Temperaturen bis zu 36 Grad Celsius und einem Solegehalt von ein bis sechs Prozent-Balsam für Körper, Geist und Seele. Die NaturThermeTemplin ist ein einmaliger Mikrokosmos von Thermalsolebädern und Saunalandschaften mit gegensätzlicher Erlebniswelt, dem Gesundheits- und Wellnessbereich, dem Veranstaltungsbereich und der Gastronomie, alles unter einem Dach und räumlich miteinander verbunden. Eine kleine Welt für sich.

Im Zentrum der Natur ThermeTemplin steht eine weiträumigen Badelandschaft mit einer Vielzahl an Höhepunkten. So bietet die Thermasole-Badelandschaft viele Attraktionen unter anderem ein Wellenbecken, drei Thermalsolesprudelbecken, Wasserfälle, einen Grottengang, Licht-Wasserorgeln, eine Bühne, ein Strömungskanal, Terrassen-Liegeflächen, ein Außenbecken mit Wasserfallgrotte, sowie zwei ca. 100 m lange Rutschen mit vollem Schwung und zahlreichen Überraschungseffekten. Einer der Höhepunkte ist das Aqua-Musicale. Schweben in Wasser und Wärme, Licht und Musik, vollendeter Harmonie von Körper und Seele, Zusammenklang der Sinne, Entspannung bis in den letzten Muskel. In der Saunalandschaft können Sie klassisch europäisch-uckermärkisch saunieren oder Sie lassen sich im Rasul und Hamam auf orientalische Art verwöhnen. Die vorbeugend oder als Kur angewandte und ärztlich überwachte Benutzung der Templiner Thermasole bietet ihnen die Möglichkeit wieder zur körperlichen Form zurückzufinden. Gesundheit und Wohlbefinden sind in der Natur ThermeTemplin immer in besten Händen. Ein therapeutisches Team mit hohem Ausbildungsniveau und der Kompetenz neue Behandlungskonzepte zu entwickeln, geht auf ihre kleinen gesundheitlichen Probleme ein. (Quelle www.tourismus-service-templin.de)

weitere Informationen unter : www.naturthermetemplin.de

Draisinefahren
Eine für Deutschland einmalige Art der Erholung können Sie seit dem 15. Juni 1996 auf der 30 km langen Strecke der ehemaligen Zugverbindung zwischen Templin - Fürstenberg/Havel oder Fürstenberg/Havel - Templin mit der Fahrrad-Draisine erleben ....

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Karte Templin