Zeittafel Brandenburg

um 50
Germanische Stämme siedeln sich in der späteren Mark Brandenburg. Im Havel- und Spreeland sind dies die Semnonen.

um 150
Die Goten wandern von der Weichsel an die Nordküste des Schwarzen Meeres und lösen dadurch eine erste germanische Völkerwanderung aus. Das Gebiet der späteren Mark Brandenburg wird Durchzugs- und Siedlungsgebiet verschiedener germanischer Stämme.

um 180
Teile der Elbgermanen - Semnonen ziehen nach Süden und versuchen den römischen Limes zu durchbrechen. Ostgermanische Stämme versuchen durch Gebiet der späteren Mark Brandenburg nach Westen und Süden zu gelangen.

um 200
Die Semnonen und Burgunder wandern aus dem Havelgebiet ab und ziehen nach Süden.

um 407
Die germanische Stämme Alanen, Vandalen, Sweben, Burgunder und Franken überschreiten den Rhein und unterwerfen Teile von Gallien. Die Römer geben ihre Rheingrenze auf. Das dichtbesiedelte Havelland wird weitgehend entvölkert, da die Stämme nach Osten und Süden ziehen.

um 562
Das Steppenvolk der Awaren fällt in die Besiedlungsgebiete der späteren Mark Brandenburg ein.

um 600
Besiedlung der Lausitz, Mecklenburgs und von Teilen Brandenburgs durch slawische Stämme (Milzener, Lusizi, Obotriten, Wenden, Wilzen).

um 720
Im Berliner Raum siedeln sich die an der Havel die Heveller und an der Spree der Sprewaren an. Zentrum der Sprewaren wird das spätere Köpenick, das der Heveller die Brendanburg (Brennabor).

928
Eroberung der "Brendanburg" durch den ostfränkischen König Heinrich I. im Jahr 928/29, damit begann die Eingliederung der westslawischen Gebiete in das ostfränkische Reich. Unterwerfung der slawischen Stämme (Heveller, Daleminzer, Redarier, Lutizen, Milzener und Obotriten)

929
Böhmen und Slawen östlich der Elbe werden von König Heinrich I. unterworfen.

931
König Heinrich I. bildet aus dem Gebiet, das er den Slawen entrissen hat, die Mark Nordsachsen (Nordmark), die spätere Altmark.

932
König Heinrich I. schlägt einen allgemeinen Aufstand der nordslawischen Wilzen und Abodriten zwischen Elbe und Oder nieder.

934
Die Uckermark, Gebiete der Lausitzer und Ukrer bis zur Odermitte, werden von König Heinrich I. unterworfen; die Festung Lebusa wird zerstört.

936-937
An der Elbe errichtet Otto I. die nördliche Grenzmark (Niederelbe) unter Hermann Billung gegen Wagrier und slawische Abodriten. Unter dem Markgrafen Gero außerdem die südöstliche Grenzmark (Mittelelbe) gegen die slawischen Wilzen und Sorben.

946
Der deutsche König Otto I. gründet das Bistum Havelberg.

948
König Otto I. stiftet die Bistum Brandenburg. Mit der Gründung der Bistümer Havelberg und Brandenburg beginnt die Christianisierung des Landes zwischen Elbe und Oder.

955
In der Schlacht an der Recknitz schlägt König Otto I. gemeinsam mit Markgraf Gero die Slawenaufstände endgültig in Brandenburg und Mecklenburg nieder.

963
Polen wird von Markgraf Gero gezwungen, die Lehensoberhoheit des deutschen Königs anzuerkennen; das Oder-Warthe-Gebiet wird tributpflichtig. Die Niederlausitz und das Gebiet um die Neiße wird von Markgraf Gero erobert.

965
Markgraf Gero stirbt und wird im Kloster Gernrode im Harz beigesetzt. Teilung seines Herrschaftsgebietes in die Nordmark (dem späteren Brandenburg), die Ostmark (der Lausitz) und der Mark Meißen. Das ehemalige Gebiet von Markgraf Gero:
  • Nordthüringengau (Raum Magdeburg)
  • Schwabengau (Raum Quedlinburg/Aschersleben)
  • Hassegau (Raum Merseburg/Eisleben)
  • Frisonofeld (Harzgebiet)
  • Morazianigau (Fläming)
  • Gau Serimunt (Raum Bernburg/Dessau)
  • Zitizigau (Raum Delitzsch/Bitterfeld)
  • Lusizi und Selpui (Niederlausitz/Cottbus)
Dietrich von Haldensleben wird Markgraf in der Nordmark.

968
Auf der Synode zu Ravenna stiftet Kaiser Otto I. das Erzbistum Magdeburg (unter Erzbischof Adalbert von Weißenburg) und die Bistümer Meißen, Merseburg und Zeitz zur Christianisierung der Slawen. Die bislang dem Erzbistum Mainz unterstellten Bistümer Brandenburg und Havelberg gelangen zu Magdeburg. Das Bistum Posen wird gegründet.

983
Großer Slawen-, Wenden- oder Lutizenaufstand :
Die Bistümer Havelberg und Brandenburg werden erobert und zerstört. Mit dem Slawenaufstand werden die Gebiete östlich der Elbe und Saale für mehr als ein Jahrhundert von der deutschen Oberherrschaft befreit. Daraufhin wird Heinrich Markgraf der Nordmark vom deutschen König abgesetzt. Dietrich von Haldensleben stirbt 985.

985
Dietrich von Haldensleben, Markgraf der Nordmark, stirbt. Lothar II. wird Markgraf der Nordmark

993
Erste urkundlich Erwähnung von Potsdam am 3. Juli 993. Am 13.3.993 stirbt Markgraf der Niederlausitz Hodo I. Lothar III., Sohn des Grafen Lothar II. von Walbeck, übernimmt alle Rechte und Besitzungen von Hodo I. und wird Markgraf der Nordmark-Niederlausitz.