Zeittafel Brandenburg

1800
In Berlin wird die erste Dampfmaschine aufgestellt und die Briefpost eingeführt.

1805
Die "Kriminal-Ordnung für die Preußischen Staaten" tritt in Kraft.

1805-1806
3. Koalitionskrieg gegen Frankreich.

1806
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hat aufgehört zu existieren. Napoleon gründet den Rheinbund, diesem Bund schließen sich 16 deutsche Reichsstände an. Kaiser Franz II. legt die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, nach einem Ultimatum Napoleons, nieder.

1806-1807
König Friedrich Wilhelm III. fordert Frankreich auf, die deutschen rechtsrheinischen Gebiete zu räumen. Dies ist der Auftakt zum 4. Koalitionskrieg gegen Frankreich.
14.10. : Niederlage der preußisch-sächsischen Truppen bei Jena und Auerstedt.
24.10. : Franzosen besetzen Berlin.
27.10. : Der französische Kaiser Napoleon I. zieht in Berlin ein.
8.12. : Die Quadriga mit der Siegesgöttin auf Befehl Napoleons vom Brandenburger Tor demontiert und nach Paris verbracht.


9.7.1807
Frieden von Tilsit : Napoleon trennt die Altmark von der Mark Brandenburg und gab das Land zwischen Salzwedel und Tangermünde seinem Bruder Jeróme, dem König von Westfalen. Im Zusammenhang mit der Neugliederung des preußischen Staates nach den Befreiungskriegen wurde die Altmark in die Provinz Sachsen eingegliedert, die im wesentlichen aus den Territorien des alten Erzstiftes bzw. Herzogtums Magdeburg gebildet wurde. Damit wurde nach über 600-jähriger gemeinsamer Geschichte die Altmark endgültig von Brandenburg getrennt.

9.10.1807
Karl von und zum Stein, leitender Minister der Reform 1807/08 und Karl August Hardenberg, der von 1810 bis 1822 Staatskanzler war, leiten die sogenannten preußischen Reformen ein. Im Oktoberedikt - Edikt zur Bauernbefreiung (9.10.1807) sind 3 wichtige Dinge enthalten :
1. Befreiung der Bauern von der Gutsuntertänigkeit,
2. Freiheit des Güterverkehrs,
3. freie Berufswahl

1808
In Preußen wird das sogenannte "Krümpersystem" eingeführt. Damit wird eine kurzfristige Ausbildung möglichst vieler Soldaten gewährleistet. Damit wird der Anweisung der Beschränkung des Heeres auf 42.000 Mann von Kaiser Napoleon I. entgegengewirkt. Nach einer Ausbildung von nur 3 Monaten werden zusätzlich eingezogene Rekruten wieder entlassen und bilden so ein Reserveheer. Um diese "krumme" Sache vor den französischen Truppen zu verheimlichen, werden immer eine Anzahl von regulären Soldaten und Offizieren zeitweise beurlaubt. Im Dezember räumen die französischen Besatzungstruppen Berlin.

19.11.1808
Reichsfreiherr Karl vom und zum Stein erläßt ein weiteres Reformgesetz, die Städteordnung. ("Ordnung für sämtliche Städte der Preußischen Monarchie mit dazugehöriger Instruktion, Beruf der Geschäftsführung der Stadtverordneten bei ihren ordnungsgemäßen Versammlungen")

1810
König Friedrich Wilhelm III. ernennt Karl August von Hardenberg zum Staatskanzler. Er führt die Steinschen Reformen weiter :
27.10.1810 Finanzedikt
02.11.1810 Gewerbeordnung
30.7.1812 Gendarmerieedikt

1811
In Berlin wird in der Hasenheide der erste Turnplatz des Friedrich Ludwig Jahn ("Turnvater") eröffnet.

24.2.1812
Preußen muß im Pariser Vertrag ein Hilfskorp für den bevorstehenden Feldzug gegen Russland stellen, und den französischen Truppen freien Durchzug gewähren.

11.3.1812
In Preußen erhalten etwa 30.000 Juden durch Schutzbrief garantierte Gleichberechtigung.

30.12.1812
Konvention von Tauroggen. Mit der Neutralitätszusage der preußischen Truppen gegenüber Russland, leitete General Yorck von Wartenburg die Zusammenarbeit Preußens mit Russland ein, die im Bündnis von Kalisch 1813 vertraglich abgesichert wurde.

1813-1815
5. Koalitionskrieg gegen Frankreich. (Befreiungskriege) Sieg der Koalitionsmächte England, Rußland, Österreich, Preußen und Schweden über Napoleon. Auflösung des Rheinbundes.

10.3.1813
König Friedrich Wilhelm III. verfasst einen Aufruf "An mein Volk" und Aufruf "An mein Kriegsheer".

23.8.1813
In der Schlacht bei Großbeeren erringen die preußischen und die russischen Truppen den ersten größeren Sieg über die Franzosen. Damit wurde das Vordringen der französischen Truppen auf Berlin gestoppt und die Herrschaft der Franzosen in der Mark Brandenburg beendet. Anmerkung : 1913 wurde aus Anlass der Schlacht bei Großbeeren ein Gedenkturm errichtet, er trägt die Inschrift : "Hier wurde am 23.8.1813 die französische Armee von den preußischen Truppen unter General von Bülow geschlagen. Der Sieg bewahrte Berlin vor drohender französischer Besetzung."

1814
Preußen führt die allgemeine Wehrpflicht auch für Friedenszeiten ein. Die Quadriga des Brandenburger Tores kehrt aus Frankreich wieder nach Berlin zurück.

1815
Das Königreich Preußen wird am 30.4.1815 in 10 Provinzen aufgeteilt, die Mark Brandenburg hörte de jure als verwaltungspolitische Einheit auf zu bestehen.

Brandenburg (Hauptstadt Potsdam) -
der Kurmark (ohne die zur Provinz Sachsen zugeschlagene Altmark), der Neumark (ohne die an Pommern abgetretenen Kreise Schievelbein, Dramburg und eines Teiles des Kreises Arnswalde), das sächsische Markgrafentum Niederlausitz, die Ämter Belzig, Dahme, Jüterbog, Finsterwalde und Senftenberg, die Herrschaften Baruth und Hoyerswerda, einige Orte aus den Ämtern Wittenberg, Schlieben und Seyda.

Ostpreußen (Hauptstadt Königsberg)
Westpreußen (Hauptstadt Danzig)
Pommern (Hauptstadt Stettin)
Schlesien (Hauptstadt Breslau)
Posen (Hauptstadt Posen)
Jülich-Kleve-Berg (Hauptstadt Köln)
Großherzogtum Niederrhein (Hauptstadt Koblenz)
Westfalen (Hauptstadt Münster)
Sachsen (Hauptstadt Magdeburg)

Berlin blieb zunächst ein selbständiger Regierungsbezirk, wurde aber 1821 in den Regierungsbezirk Potsdam integriert.

1815
Auf dem Wiener Kongress wird das Königreich Polen (Kongresspolen) in Personalunion mit Russland gebildet. Der Westteil des Landes, das Großherzogtum Posen kommt zu Preußen.

6.1.1816
In Preußen werden politische Vereine und Gesellschaften verboten.

1817
Prinzessin Friederike Charlotte Wilhelmine von Preußen (13.07.1798-02.07.1860), drittes Kind von Friedrich Wilhelm III. , wird mit dem späteren Zaren Nikolaus I. von Russland verheiratet.

27.9.1817
König Friedrich Wilhelm III. von Preußen verordnet die Vereinigung der lutherischen und reformierten Kirche Preußens.

26.5.1818
Mit dem neuen Zollgesetz schafft sich Preußen einen zollfreien Binnenmarkt.

1819-1898
Theodor Fontane wird in Neuruppin im Jahre 1819 geboren. Zu seinen wichtigsten Werken gehört neben den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" noch die Werke : "Effi Briest", "Frau Jenny Treibel", "Schach von Wuthenow", "Der Stechlin". Im Jahre 1898 starb Theodor Fontane in Berlin.

1822
Die Provinzen "Kleve-Berg-Jülich" und "Großherzogtum Niederrhein" werden zur Rheinprovinz (Hauptstadt Koblenz) vereinigt.

1828
Gründung von bilateralen Zollvereinen zwischen Preußen und Hessen-Darmstadt (am 14.2), Bayern und Württemberg (1.7.), und Preußen im Mitteldeutschen Handelsverein (24.9.).

1829
Die Ost- und Westpreußen werden zur "Provinz Preußen" (Hauptstadt Königsberg) vereinigt.

27.5.1829
Der preußisch-süddeutschen Handelsvertrag tritt in Kraft.

1833-34
Gründung des Deutschen Zollvereins. Unter preußischer Führung schlossen sich in den Jahren 1833-34 fast alle deutschen Teilstaaten zu einen Zollverein zusammen (Preußen, Sachsen, Hessen-Darmstadt, Würtenberg, Kurhessen und die thüringischen Staaten). Es wurden gemeinsame Zölle für Waren, die aus fremden Gebieten nach Deutschland importiert wurden, erhoben. Die somit erreichten Zolleinnahmen wurden anteilig zwischen den deutschen Ländern aufgeteilt.

März 1838
Deichbruch an der Oder bei Alt-Lietzegöricke nach starkem Eisgang und Schneeschmelze im Süden.

1838
Wilhelm der III. eröffnet die Eisenbahnstrecke Berlin-Potsdam. Am 7.12.1835 wurde die erste deutsche Eisenbahn auf der Strecke Nürnberg - Fürth eingeweiht.
Am 17. März 1838 brechen die Deiche an der Oder und das Oderbruch wird überflutet.

1839
In Preußen wird Arbeit für Kinder unter 9 Jahren untersagt und für Jugendliche der neun-Stunden-Tag eingeführt ("Regulativ über Beschäftigung jugendlicher Arbeit in den Fabriken").

Der königlich-preußische Hofkoch Louis Ferdinand Jungius macht ein dreischichtiges Sahneeis und nennt es zu Ehren des Fürsten Hermann Fürst von Pückler-Muskau, Fürst-Pückler-Eis.

7.6.1840
König Friedrich Wilhelm III. von Preußen stirbt in Berlin nach 43 Regierungsjahren. Ihm folgt sein Sohn Friedrich Wilhelm IV.

1.8.1844
Der erste deutsche Zoo eröffnet in Berlin - Zoologischer Garten Berlin.

17.1.1845
Preußen erhält eine einheitliche Gewerbeordnung.

31.10.1845
Preußen zwingt die Juden per Gesetz, feste Familiennamen anzunehmen.

01.09.1846
Die Niederschlesische-Märkische-Eisenbahn stellt das letzte Teilstück der Strecke Berlin-Breslau fertig (Frankfurt/Oder-Guben-Bunzlau). Damit wird die Bahnstrecke Berlin-Frankfurt/Oder-Breslau durchgehend befahrbar.

11.4.1847
Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. eröffnet den Vereinigten Landtag, das erste gesamtpreußische Parlament. 2 Wochen später löst er das Parlament wieder auf, wegen liberaler Obstruktion.

1848
Krieg Dänemarks gegen den Deutschen Bund (1848-49). Der 1. Panslawisten-Kongreß in Prag erklärt als eines seiner Ziele : Vertreibung aller Deutschen östlich der Linie Stettin - Triest.

1848
Märzrevolutionen in Deutschland : Straßen- und Barrikadenkämpfe in Berlin. König Friedrich Wilhelm IV. beruft ein "liberales" Ministerium. 14.6. Berliner Bürger stürmen das Zeughaus und bewaffnen sich. Am 2.11. ernennt König Friedrich Wilhelm IV. Friedrich Wilhelm Graf von Brandenburg zum preußischen Ministerpräsidenten. 12.11. Über Berlin wird der Belageungszustand verhängt. General Friedrich von Wrangel steht mit Truppen vor Berlin. 5.12. Eine Verfassung für Preußen wird erlassen.

1849
Durch die Teilung Polens, loeben in den preußischen Provinzen Westpreußen, Ostpreußen und Oberschlesien zirka 3 Millionen Menschen polnischer Herkunft. 1849 wird daraufhin im Preußischen Landtag eine polnische Fraktion gebildet. 1871 bekommt die polnische Fraktion auch Sitze im Deutschen Reichstag (Kolo Polskie).
Die Fürstentümer Hechingen und Sigmaringen gelangen zu Preußen, die Fürstentümer werden auch als "Hohenzollerische Lande" bezeichnet.

3.4.1849
Die Deutsche Nationalversammlung nimmt den Verfassungsentwurf eines deutschen Kaiserreiches ohne Österreich unter Führung Preußens an und verabschiedet die erste gesamtdeutsche Reichsverfassung mit 290 Stimmen gegen 243 Enthaltungen. Der preußische König wird gleichzeitig zum Kaiser gewählt. Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. lehnt die ihm angebotene Kaiserkrone ab. (Ihm fehlte das Einverständnis der gekrönten Häupter - Ludergeruch der Revolution)

28.7.1849
Der Belagerungszustand in Berlin wird aufgehoben.

1.7.1855
Ernst Litfaß stellt in Berlin 50 Brunnen-Umhüllungen sowie 100 Annoncir-Säulen auf, die Vorgänger der Litfaß-Säulen.

11.3.1853
Für die sechs östlichen Provinzen von Preußen wird eine neue Städteordnung erlassen. Die alte Städteordnung von 1808 hatte die preußischen Städte weitgehend von staatlicher Bevormundung befreit. Diese wurde nun wieder durch die revidierte Fassung vom 17.3.1831 und der neuen Städteordnung weitgehend abgeschafft. (Verschärfung der Staatsaufsicht über die Kommunen und das Dreiklassenwahlrecht)

15.5.1855
Die erste Litfaßsäule wird in Berlin errichtet. 1.7.1856
Inbetriebnahme des ersten Wasserwerkes in Berlin.

26.10.1858
Prinz Wilhelm I. übernimmt die Rgentschaft für seinen geistig erkrankten Bruder König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen.

1858
Kronprinz Wilhelm übernimmt die Regentschaft.

1861
Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. stirbt nach 4 jähriger Krankheit. Als König folgt ihm sein bereits als Regent eingesetzter Bruder Wilhelm I.

16.1.1862
Der preußische König Wilhelm I. löst den Ladtag auf und entläßt alle Minister.

8.10.1862
Otto von Bismarck wird preußischer Ministerpräsident und Außenminister.

10.12.1862
Otto von Bismarck gibt den Beamtenerlass heraus. Damit werden die Beamten streng an König und Regierung gebunden.

1.6.1863
In Preußen wird die Pressefreiheit aufgehoben. (Preßordonnanz)
Polen bittet Deutschland um Hilfe bei der Erlangung der nationalen Souveränität gegenüber Russland. (Januaraufstand - 1863/1864) Aufruf an Deutschland ! des Bevollmächtigten des nationalen Hauptcomités in Krakau.

1863
Beginn des Zweiten Deutsch-Dänischen Krieges. Preußische und österreichische Truppen überschreiten die Grenzen nach Dänemark.

28.4.1886
Das "Ansiedlungsgesetz" wird verabschiedet, es wird ein Fond mit ca. 100 Millionen Mark eingerichtet. Ziel ist es die "Germanisierung" der Provinzen Posen und Westpreußen voranzutreiben. Es soll Land angekauft werden und an deutsche Bauern verpachtet werden.

14.6.1866
Auf Antrag von Österreich ordnet der Deutsche Bund mit den Stimmen von Bayern, Sachsens, Würtenbergs u.a. Staaten die Mobilmachung gegen Preußen an. Es beginnt der Deutsche Krieg zwischen Österreich und Preußen. Der Krieg entzündete sich an der Schlewig-Holstein-Frage. Preußen wollte Holstein annektieren, das aber unter österreichischer Verwaltung stand. Am 3.7.1866 kam es zur Schlacht bei Königsgrätz. In dieser Schlacht siegten die Preußen , damit war die führende Kraft Österreichs gebrochen. Im Friedensvertrag zu Prag am 28.8. 1866 verzichtet Österreich auf seine Rechte an Schleswig-Holstein, stimmt der Gründung des Norddeutschen Bundes zu und billigt die Annexionen Preußens.

18.8.1866
Der Norddeutsche Bund wird gegründet.

1866
Preußen annektiert das Königreich Hannover, das Kurfürstentum Hessen, das Fürstentum Nassau, die Fürstentümer Schleswig und Holstein sowie die Freie Stadt Frankfurt am Main. Aus diesen Gebieten entstehen 1867 3 neue preußische Provinzen :
  • Hannover (Haupstadt Hannover)
  • Hessen-Nassau (Hauptstadt Kassel)
  • Schleswig-Holstein (Hauptstadt Kiel, 1879-1917 Hauptstadt Schleswig)
1867
Verfassung des Norddeutschen Bundes, Otto von Bismarck wird Kanzler. Preußen verstaatlicht gegen eine Entschädigung den Postbetrieb innerhalb des Norddeutschen Bundes.

7.9.1887
In den Provinzen Posen und Westpreußen wird an allen Volksschulen der polnische Sprachunterricht abgeschafft.

1869
Staatsbürgerliche Gleichberechtigung für Juden in Preußen.

19.7.1870
Deutsch-Französischer Krieg beginnt mit der Kriegserklärung an Preußen von Seiten Frankreichs.

1871
Am 18.1.1871 wird im Spiegelsaal des Versailler Schloßes der preußische König Wilhelm I. zum deutschen Kaiser ausgerufen. Die Verfassung des Deutschen Reiches wird am 16.4.1871 verabschiedet.

1872
Berlin wird Hauptstadt des Deutschen Reiches. Die Preußische Kreisordnung (Kreistag, Kreisausschuss, Landrat) tritt in den 6 östlichen preußischen Provinzen (Preußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien und Sachsen) in Kraft.

22.10.1873
Das Deutsche Reich, Österreich-Ungarn und Russland schließen in Berlin das Drei-Kaiser-Abkommen ab, das militärische Zusammenarbeit und politische Isolierung Frankreichs vorsieht.

6.2.1875
Das Personalstandsgesetz führt im ganzen Deutschen Reich die obligatorische Zivilehe ein und sieht auch Ehescheidungen vor.

29.6.1875
Nach der Kreisordnung wird in Preußen die Provinzialordnung erlassen. Die Provinz Brandenburg gliedert sich danach in folgende Landkreise :
  • Westprignitz
  • Ostprignitz
  • Ruppin
  • Templin
  • Prenzlau
  • Angermünde
  • Königsberg
  • Soldin
  • Arnswalde
  • Westhavelland
  • Niederbarnim
  • Oberbarnim
  • Lebus
  • Weststernberg
  • Oststernberg
  • Landsberg
  • Friedeberg
  • Zauch-Belzig
  • Teltow
  • Beeskow-Storkow
  • Jüterbog-Luckenwalde
  • Luckau
  • Lübben
  • Guben
  • Crossen
  • Zülichau-Schwiebus
  • Calau
  • Cottbus
  • Spremberg
  • Sorau
  • Stadtkreis Brandenburg
  • Stadtkreis Cottbus
  • Stadtkreis Eberswalde
  • Stadtkreis Forst
  • Stadtkreis Frankfurt/Oder
  • Stadtkreis Guben
  • Stadtkreis Landsberg a. Warthe
  • Stadtkreis Potsdam

1876
In der Provinz Preußen wird Deutsch die alleinige Amtssprache. Damit in den überwiegend polnisch bewohnten Gebieten, die polnische Sprache abgeschafft. (Amts-, Gerichts- uund Schulsprache und im Religionsunterricht)

1877
Die Provinz Preußen wird wieder in die Provinzen "Ostpreußen" und "Westpreußen" aufgeteilt.

12.11.1877
Errichtung des ersten Telegrafenamtes mit Fernsprechbetrieb in Deutschland in Friedrichsberg bei Berlin.

1878
Das Gesetz gegen die Sozialisten (Sozialistengesetz) wird erlassen.

1879
Die erste elektrische Bahn der Welt fährt auf der Berliner Gewerbeausstellung auf einer Länge von 300 Metern (Hersteller Siemens)

1881
In Berlin wird ein Orts-Telephon-Netz eingerichtet und die erste regelmäßig verkehrende elektrische Straßenbahn der Welt (Stromzufuhr über die Schienen) wird am 16.5. 1881 in Betrieb genommen. Ab 1883 verkehrte sie im regulären Betrieb zwischen der Preußischen Hauptkadettenanstalt in Lichterfelde West und dem Bahnhof Lichterfelde (heute Berlin-Lichterfelde Ost).
Am 1.4. scheidet Berlin aus der Provinz Brandenburg aus und bildet einen eigenen Stadtkreis.

1886
Mit dem Ansiedlungsgesetz vom 26. April 1886 sollen in den Provinzen Westpreußen und Posen deutsche Bauern auf ehemaligen polnischen Flächen angesiedelt werden. Es sieht den Aufkauf polnischer Güter durch Staatsmitteln der Ansiedlungskommission, eine günstige Kreditpolitik für deutsche Siedler und eine rigide Kreditpolitik gegen Polen vor. 100 Millionen Reichsmark stellt die preußische Regierung zur Verfügung. Da dieses Gesetz nicht richtig greift wird, im Jahre 1904 das Feuerstättengesetz erlassen, darin wird polnischen Siedlern verboten ein Haus zu bauen.

Posen - Ansiedlungskommision


1888
Kaiser Wilhelm I. stirbt am 9.3. in Berlin. Ihm folgt sein schwerkranker Sohn Friedrich III., der bereits nach 99 Tagen am 14.6. in Potsdam seinem Kehlkopfkrebsleiden erliegt. Dessen eigenwilliger Sohn Wilhelm II. wird am 25.8. Kaiser im Deutschen Reich.

1889
Sophie von Preußen (14.07.1870-13.01.1932), das siebte Kind des Deutschen Kaisers Friedrich III., heiratet den König von Griechenland.

20.3.1890
Fürst Otto von Bismarck wird als Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident vom Kaiser Wilhelm II. entlassen.

1891
Otto Lilienthal (23.5.1848-10.8.1896) unternimmt erste Sprungübungen und erste Flüge über ca. 15 m in Derwitz/Krilow bei Potsdam. 1893 - Errichtung einer Fliegestation in der Nähe seines Wohnhauses. Beginn der Flugübungen in den Rhinower Bergen (Stölln/Rhinow bei Neustadt/Dosse). Gleitflüge bis zu 250 Meter. Am 9.8.1896 kommt es zum Absturz mit einem Normalsegelapparat.

1.11.1895
Die Brüder Max und Emil Skladanowsky führen im Berliner Variete Wintergarten die ersten Filmaufnahmen vor.

1.5. - 15.10.1896
Vor den Toren von Berlin, in Treptow, findet die Berliner Gewerbe Ausstellung statt.

1899
Die Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft (AEG) stellt eine Haartrockenmaschine mit einem Gewicht von zwei Kilogramm vor. (Geburtsstunde des Föhns)