Zeittafel Brandenburg

1100
Udo III. Markgraf der Nordmark führt einen erfolgreichen Feldzug gegen die ostelbischen Slawen. Er erobert zeitweise Brandenburg.

1106
Udo III. Markgraf der Nordmark stirbt bei einer Beratung der sächsischen Fürsten (wahrscheinlich Gift). Sein Bruder Rudolf I. wird als Vormund seines Neffen Heinrich IV. Graf von Stade neuer Markgraf der Nordmark. Heinrich II. war der einzigste Sohn von Lothar-Udo III. Markgraf der Nordmark.

1112
König Heinrich V. entzieht Markgraf Rudolf I. die Nordmark und belehnt Helperich von Plötzkau mit der Nordmark (bis zum Tode von Helperich im Jahre 1118). Helperich ist zu schwach und kann sich nicht durchsetzen.

1114
Heinrich II. übernimmt von seinem Onkel Rudolf I. die Nordmark und wird Markgraf. Heinrich II. heiratet Adelheid von Ballenstedt. Albrecht der Bär (späterer Markgraf aus dem Hause der Askanier) war der Bruder von Adelheid von Ballenstedt.

1115
König Heinrich V. wird in der Schlacht am Welfesholz bei Mansfeld (Nähe Pritzwalk im heutigen Brandenburg) gegen die Opposition thüringischer und sächsischer Fürsten entscheidend geschlagen und in seiner Macht geschwächt.

1123-24
Gründung des Bistums Lebus an der Oder durch den polnischen Fürsten Boleslaw III.

1124
Der Graf von Ballenstedt (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg) bemächtigt sich der Niederlausitz.

1125
Beginn der deutschen Ostkolonisation von Bauern, Soldaten und Kaufleuten in das Land zwischen Elbe und Oder.

1127
Der Hevellerfürst Pribislaw (Pribislaw-Heinrich) schenkt das Gebiet der Zauche als Patengeschenk für den Sohn (Otto) von Graf Albrecht von Ballenstedt.

1128
Heinrich II. Markgraf der Nordmark stirbt ohne Erben zu hinterlassen. Der von Graf von Ballenstedt (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg), Schwager von Heinrich II., nimmt die Pflichten des Markgraf der Nordmark wahr. Offiziell wird Graf Udo von Freckleben, Sohn von Rudolf I., Markgraf der Nordmark.

1130
Kaiser Lothar III. setzt Albrecht den Bären als Markgraf der Nordmark ab (Graf Udo von Freckleben wurde durch Albrecht den Bären in der Nähe Ascherslebens erschlagen. Beide Grafen lagen seit 1129 wegen des Besitzes der Nordmark in blutiger Fehde.) Konrad von Plöztkau, Sohn des Helperich von Plötzkau, wird Markgraf der Nordmark. Dieser stirbt 1133 ohne Nachkommen.

1131
Streben von Graf Albrecht von Ballenstadt (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg) nach der sächsischen Herzogswürde. König Lothar entzog Albrecht von Ballenstedt (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg) daraufhin die Lausitz.

1133
Der Bischofssitz des Bistum Lebus wird errichtet. (bis 1385 war Lebus Bischofssitz)

1134
Auf dem Reichstag zu Halberstedt belehnt Kaiser Lothar III. den askanischen Grafen Albrecht von Ballenstedt (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg) mit der Nordmark. Das Lehen, später die Altmark gennant, umfasst die Gebiete westlich der Elbe, das sich im Westen bis in die Lüneburger Heide und im Norden bis ins Wendland erstreckt.

1136
Der Wettiner Markgraf Konrad II. von Meißen erhält Lausitz als Lehen. Albrecht Markgraf der Nordmark (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg) unterwirft die wendische Prignitz und das wendische Havelland.

1138
Albrecht Markgraf der Nordmark (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg) bekommt das Herzogtum von Sachsen von König Konrad III. übertragen (bis 1142).

1142
Auf dem Fürstentag zu Frankfurt am Main verleiht König Konrad III. Albrecht Markgraf der Nordmark (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg) die Erzkammerwürde.
Albrecht Markgraf der Nordmark (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg) erobert das Havelland. Erbvertrag mit dem kinderlosen Heveller-Fürsten Pribislaw von Brandenburg.

1144
Otto I., Sohn von Albrecht Markgraf der Nordmark (später Albrecht der Bär - Markgraf von Brandenburg), wird als Markgraf mitbelehnt.

1147
Wendenkreuzzug : Albrecht Markgraf der Nordmark und Konrad von Wettin ziehen gegen den Pommernherzog Ratibor. Die Prignitz und Ruppin kommen in askanische Hand. Der Hevellerfürst Pribislaw-Heinrich setzt als seinen Nachfolger Albrecht Markgraf der Nordmark ein. Damit wird sein Gebiet weitgehend verschont vom Wendenkreuzzug.

1148
Zur Absicherung der Interessen im Elbe-Oder-Raum von Albrecht Markgraf der Nordmark wird sein Otto mit der Tochter von Ratibor von Pommern (Judith) verheiratet.

1149
Ratibor von Pommern läßt sich taufen und unterstützt die deutsche Besiedelung Pommerns.

1150
Nach dem Tod des Havellerfürsten Pribislaw-Heinrich, übernimmt Albrecht Markgraf der Nordmark Brandenburg und das Hevellergebiet als Erbe. Jaczo von Köpenick macht gegenüber dem Markgrafen der Nordmark seine Ansprüche aus dem Erbe Pribislaw-Heinreich geltend. Jaczo von Köpenick gelingt es bis 1157 seine Macht zu erhalten.

1151
Das Bistum Havelberg wird wiederhergestellt.

1153
Der Wendenfürst Jaczo, von der Burg Köpenick, nimmt die Brandenburg durch Verrat (die Besatzer wurden bestochen und zum Schein als Gefangene nach Polen gebracht).
Erst nach jahrelangen schweren Kämpfen gelingt es Albrecht dem Bären im Frühjahr 1157, die Brandenburg zurückzuerobern. Die Lande Barnim und Teltow kommen unter Herrschaft von Albrecht Markgraf der Nordmark.

1157
Albrecht der Bär nimmt endgültig den Titel des Markgrafen von Brandenburg (Marchio von Brandenborch) an. Die königliche Kanzlei erkennt die Änderung des nördlichen Markgrafentums vom Amtslehen zur Territorialherrschaft nicht an. Albrecht wird weiterhin als Marchio (oberster Gewalthaber und Würdenträger in einer Grenzmark) bezeichnet. Seine Residenz wird von Stendal nach Brandenburg verlegt.

1161
Das Bistum Brandenburg wird wiederhergestellt.

1165
Der Zisterzienserorden gründet mehrere Klöster in der Mark Brandenburg - Dobriluge (1165), Zinna (1171), Lebus (1175), Lehnin (1180), Chorin (1272), Himmelpfort (1299). Grundsteinlegung des Brandenburger Doms.

1170
Der Markgraf Albrecht (der Bär) stirbt am 18.11.1170 in Ballenstädt, sein Sohn Otto I. wird neuer Markgraf.

1172
Otto I. wird als Marchio in Brandenborch, Markgraf von Brandenburg, anerkannt.

1175
Neubau des Spandauer Burg (an der Stelle der heutigen Zitadelle).

1180
Markgraf Otto I. errichtet in der Zauche das Kloster Lehnin. Dieses wird zum Hauskloster der markgräflich-brandenburgischen Linie der Askanier.

1180-1181
Markgraf Otto I. unterstützt Kaiser Friedrich I im Kampf gegen Heinrich dem Löwen. Dafür erhält Markgraf Otto I. die Hoheitsansprüche über Mecklenburg und Pommern vom Kaiser zugesprochen.

1184
Der Markgraf Otto I. stirbt, sein Sohn Otto II. wird neuer Markgraf.

1185
Das Land Dahme gelangt in den Besitz des Erzbistums Magdeburg.

1190
Deutscher Ritterorden wird als Hospitalgenossenschaft in gestiftet. Im Jahr 1198 wird er in einen geistlichen Ritterorden umgewandelt.

1191
Die Hohenzollern werden Burggrafen von Nürnberg.

1191
Markgraf Otto II. von Brandenburg macht die askanischen Eigengüter der Kirche in Magdeburg zum Geschenk und erhält sie vom Erzbischof als Lehen zurück.
  • Burg und Stadt Gardelegen
  • Burg und Stadt Salzwedel
  • Die Hälfte von Burgward Kalbe an der Milde
  • Besitz in den Burgwarden Arneburg, Tangermünde und Osterburg
  • Besitz in der alten und neuen Wische
  • Propstei und Stadt Stendal
  • Die Städte Seehausen, Bambissen und Werben
  • Neustadt Brandenburg
  • Die Zauche
  • Die Schollene
1198/99
König Philipp bestätigt die Lehensherrschaft, des Markgraf Otto II., über Pommern.