Zeittafel Brandenburg

1209
Köpenick wird erstmals urkundlich erwähnt.

1220
Tod des Markgrafen Albrecht II. Da die beiden Söhne erst 6 und 7 Jahre alt waren, ging die Lehenshoheit an Kaiser Friedrich II. über. Dieser übertrug die Lehenshoheit dem Magdeburger Erzbischof Albrecht.

1226
Piastenherzog Konrad von Masovien rief den Deutschen Orden zur "Christianisierung" des ansässigen Stammes der Pruzzen. Der Orden bekommt vom deutschen Kaiser Friedrich II. mit der Goldenen Bulle von Rimini und vom Papst Gregor IX mit der Goldenen Bulle von Rieti das Kulmer Land. 1230 schenkt Konrad von Masowien im Vertrag von Kruschwitz "auf ewige Zeit" das Kulmer Land.

1230
Eroberung des Teltow, des Barnims durch die Markgrafen von Brandenburg. Eroberung der Uckermark und des Landes Lebus, sowie die östlich der Oder gelegene Neumark durch die Markgrafen von Brandenburg.

1231
11.5.1231 - Die Brüder Johann I. und Otto III. treten die Herrschaft in der Mark Brandenburg an. Kaiser Friedrich II. verleiht die Lehenshoheit über das Herzogtum Pommern an die brandenburgischen Markgrafen. Die Lausitz wird brandenburgisch, 1367 fällt die Lausitz als Markgrafschaft an Böhmen.

1232
Bernau und Spandau erhälten Stadtrecht. Teltow wird erstmalig urkundlich erwähnt.

1234
Markgraf Otto III. gründet das Franziskanerkloster in Görlitz.

1236
Im Vertrag von Kremmen wird die Lehnshoheit Brandenburg über Pommern anerkannt. Das Land Stargard wird brandenburgisch.

1237
Erste urkundliche Erwähnung von Cölln, dies gilt als Geburtstag der Doppelstadt Berlin-Cölln (28.10.1237).

1239-1245
Krieg zwischen dem Markgrafen von Meißen und den Markgrafen von Brandenburg um die Burg Köpenick und die anschließenden Gebiete im östlichen Teltow und im südöstlichen Barnim. Die brandenburgischen Markgrafen bleiben Sieger.

1242
Die Brandenburger Markgrafen überlassen dem Zisterzienserkloster Lehnin die märkischen Dörfer Neuhof, Woltersdorf, Klosterfelde und Schönerlinde.

1242
Die Brandenburger Markgrafen bringen das Gebiet des östliche Teltows unter ihre Herrschaft.

1248
Die Askanier gründen die Stadt Neubrandenburg.

1249
Das Land Lebus wird von Herzog Boleslaw II von Liegnitz zur Hälfte an Magdeburg veräußert. 1253 übergibt er die andere Hälfte des Landes Lebus an die askanischen Markgrafen in Brandenburg.

1250
Die pommerschen Herzöge Barnim I. und Wartislaw III. treten die nördliche Uckermark im Vertrag von Hohenlandin an Brandenburg ab.

1253
Die Stadt Frankfurt/Oder wird gegründet.

1255
Zu Ehren Königs Ottokar II. von Böhmen nennt der Deutsche Orden seine Stadtneugründung in Preußen Königsberg.
Die gemeinschaftlich regierende Brüder, Markgraf Johann I. und Otto III. teilen ihr Herrschaftsgebiet.

1257
Markgraf Otto III. wird als deutscher Thronkandidat vorgeschlagen. König wird Alfons X. von Kastilien.
Die Stadt Landsberg/Warthe wird gegründet.

1258
Teilung der Mark Brandenburg unter den Markgrafen Johann I. und Otto III. Die Einheit der Mark Brandenburg bleibt aber erhalten.

1260
Markgraf Otto III. wird mit der Markgrafschaft Ober-Lausitz als böhmisches Lehen belehnt.

1262
Markgrafen Johann I. (aus der Linie Stendal). Es folgen ihm Johann II. und Otto IV. mit dem Pfeil (wurde bei der Belagerung von Stassfurt von einem Pfeil am Kopf getroffen, dieser Pfeil wurde nicht entfernt) und Konrad.

4.4.1266
Tod des Markgrafen Johann I. (aus der Linie Stendal). Es folgen ihm Johann II. und Otto IV. mit dem Pfeil (wurde bei der Belagerung von Stassfurt von einem Pfeil am Kopf getroffen, dieser Pfeil wurde nicht entfernt) und Konrad. Mechthild von Brandenburg, Tochter des Markgrafen Otto III. (Markgraf von 1220-1267), heiratet den pommerschen Herzog Barnim I. Herzog von Pommern-Wolgast.

9.10.1267
Tod des Markgrafen Otto III. (aus der Linie Salzwedel). Es folgen ihm Johann III. und Otto V. der Lange

1269
Der pommersche Herzog Mestwin II. überträgt seine Erbländer dem Markgrafen von Brandenburg, um sie anschließend von diesem zu Lehen zu empfangen. Aus diesem Vorgang ergeben sich die Hohheitsansprüche der Brandenburger auf Pommern und Pomerellen bei späteren Erbstreitigkeiten.

1271
Markgrafen von Brandenburg besetzen Danzig

1278
Die Mark Brandenburg übernimmt von Magdeburg den Teil des Landes Lebus als Pfand. (siehe 1249)

1278-1283
Markgraf Otto V. übernimmt die Vormundschaft für den unmündigen König Wenzel II. Otto V. entführt Wenzel II. nach Berlin und herrscht in Böhmen.

1280
Berlin wird Sitz einer markgräflichen Münzstätte.

1283
Vollständige Unterwerfung der Pruzzen mit Hilfe König Ottokars II. von Böhmen, dem zu Ehren 1255 Königsberg gegründet wurde.

1284
Beatrix von Brandenburg, Tochter des Markgrafen Otto V. der Lange (Markgraf von 1267-1299), heiratet den Piastenherzog Bolko I. Herzog von Jauer und Schweidnitz.

1288
Mechthild von Brandenburg, Tochter des Markgrafen Otto V. der Lange (Markgraf von 1267-1299), heiratet den Piastenherzog Heinrich IV. Probus Herzog von Schlesien-Breslau.

1291
Margarete von Brandenburg, Tochter des Markgrafen Albrechts III. (Markgraf von 1267-1300), heiratet den Przemyslaw II. Senior und König von Polen und Großherzog von Polen.

1295
Tod des Herzogs Mestwins II. von Pomerellen. Damit stirbt das Herzogshaus von Danzig aus. Daraus entwickeln sich jahrelange Erbstreitigkeiten zwischen Polen, Brandenburg und Pommern folgen.

1297
Erste Judenordnung wird in der Mark Brandenburg erlassen.