Zeittafel Brandenburg

1300
Das Land Stargard wird von Markgraf Albrecht III. an seinen Schwiegersohn gegeben. Dieser ist ein Fürst von Mecklenburg.

1303
Die Niederlausitz fällt an Brandenburg. Die brandenburgischen Marggrafen gründen die Stadt Deutsch Krone (im späteren Westpreußen)

1307
Markgraf Hermann III. wird Markgraf der Niederlausitz.

1308
Unter Führung Berlins wird der mittelmärkische Städtebund gegründet. Beatrix von Brandenburg, Tochter des Markgrafen Otto V. (Markgraf von 1267-1299), heiratet den Piastenherzog Wladislaw II. Herzog von Beuthen und Kosel.

1308
Die Brandenburger Markgrafen erobern Pomerellen. Markgraf Hermann III. von Brandenburg stirbt. 1310 heiratet dessen Frau, Anna von Habsburg - Tochter des deutschen Königs Albrecht I. von Österreich, den Herzog Heinrich VI. von Schlesien-Breslau.

1309
Der Deutsche Orden verlegt unter Hochmeister Siegfried von Feuchtwangen seinen Sitz von Venedig zur Marienburg. Im Vertrag von Soldin erhält der Deutsche Ritterorden Pomerellen. Markgraf Waldemar von Brandenburg verzichtet gegen eine Zahlung von 10.000 Mark Silber auf seine Anrechte an Pomerellen. Nur die Burgbezirke Stolp und Schlawe bleiben bei Brandenburg.

1310
Mathilde von Brandenburg (Erbin der Niederlausitz), Tochter des Markgrafen Hermann (Markgraf von 1298-1308), heiratet den Piastenherzog Heinrich II. Herzog von Glogau-Sagan.

1315
Marggraf Woldemar verkauft das Land Bernstein an Pommern. Von 1333 bis 1500 gehörte das Land Bernstein wieder zur Neumark. 1316
Markgraf Woldemar versucht mit Gewalt das Land Stargard wiederzubekommen. Er scheitert aber bei seinen Gefechten bei Stargard und Gransee.

1317
Markgraf Woldemar tritt an Herzog Wartislaw IV. von Wolgast die Länder Stolp, Schlawe und Rügenwalde ab.

1319
Markgraf Woldemar erwirbt Züllichau und Schwiebus.
In Bärwalde stirbt am 14.8. mit Markgraf Woldemar von Brandenburg der letzte brandenburgische Askanier. Nachfolger wird sein minderjähriger Vetter Heinrich II. unter Vormundschaft des Herzogs Rudolf von Sachsen.

1320
Der minderjährige Markgraf von Brandenburg Heinrich II. stirbt in Bärwalde.
Regierungszeiten der Askanier in Brandenburg von 1134-1320

1323
Mit dem Aussterben der Askanier fällt die Mark Brandenburg als erledigtes Reichslehen an das Reich zurück. Der deutsche König Ludwig der Bayer übertrug seinem achtjährigen Sohn Ludwig mit der Mark Brandenburg.

1324
In Brandenburg taucht ein Mensch auf, der sich für den 1319 (angeblich) verstorbenen Markgrafen Woldemar von Brandenburg ausgibt; Ludwig bekämpft ihn.

1324
Polen und Littauer fallen in die Mark Brandenburg ein und verwüsten das Land.

1338
Auf dem Reichstag zu Frankfurt am Main erhält Herzog Barnim III. die Reichsfreiheit für Pommern-Stettin, muß aber die Eventualerbfolge Brandenburgs akzeptieren.

26.9.1345
Erster allgemeiner Landtag der Mark Brandenburg in Berlin.

1347
Kaiser Karl IV. verlieh Rudolf I. (Herzog von Sachsen-Wittenberg), als Lohn für seine Unterstützung im Kampf gegen die Wittelsbacher, den ganzen westelbischen Raum zwischen Elbe und Ohre - die Altmark.

1348
In Wolmirstedt, wo der Erzbischof und andere Fürsten versammelt sind, erscheint ein Pilgerer, der sich für den 1319 verstorbenen Askanier-Markgrafen Woldemar ausgibt. König Karl IV. belenht, aus Feindschaft mit dem bayrischen Haus, den falschen Woldemar mit der Mark Brandenburg gegen die Ansprüche der regierenden Wittelsbacher (Ludwig der Ältere).
Pestseuche in Berlin und in der Mark Brandenburg.
Erste Judenverfolgungen in der Mark Brandenburg.
Kaiser Karl IV. belehnt die pommerschen Herzöge (Barnim III. von Stettin, Barnim IV., Bogislaw V. und Wartislaw V. von Wolgast) mit Pommern und Rügen als reichsunmittelbarem Herzogtum und hebt die Eventualerbfolge Brandenburgs auf.

1350
16.2. 1350 : König Karl IV. belehnt den Wittelsbacher Ludwig den Älteren mit der Mark Brandenburg, nachdem er von ihm als deutscher König anerkannt worden ist.
6.4.1350 : König Karl IV. läßt den falschen Woldemar, in einem Siegelbrief vom Reichstag in Nürnberg, zum Betrüber erklären. Aber große Teile der Mark Brandenburg stehen zum falschen Woldemar.

1351
Markgraf Ludwig der Ältere tritt die Mark Brandenburg an seine Brüder Ludwig den Römer und Otto den Faulen ab.

1352
In der Mark Brandenburg erhalten die Juden Steuerfreiheit.

1354
Durch den Vertrag von Oderberg erhält Pommern die östliche Uckermark.

1356
Auf dem Reichstag zu Nürnberg erläßt Kaiser Karl IV. die "Goldene Bulle", die die Königswahl und die Rechte der Kurfürsten, darunter die des Markgrafen von Brandenburg, erstmals schriftlich und einheitlich regelt. Später bürgerte sich deshalb der Name "Kurmark" für die Kernlande Brandenburgs ein.

1358
Mehrere Städte der Mark Brandenburg werden Mitglied in der Hanse. (Gardelegen, Osterburg, Salzwedel, Seehausen, Stendal, Tangermünde, Werben, Berlin, Cölln an der Spree, Brandenburg/Havel, Frankfurt/Oder Havelberg, Kyritz, Perleberg, Pritzwalk)

1363
Kaiser Karl IV. schließt einen Vertrag mit den Markgrafen und Kurfürsten Ludwig dem Römer und seinem Bruder Otto der Faule ab, indem er seinem Sohn Wenzel die Nachfolge als Markgraf und Kurfürst sichert, wenn Ludwig und Otto ohne Erben sterben.

17.5.1365
Markgraf und Kurfürst Ludwig der Römer stirbt in Berlin. Nachfolger wird sein Bruder Otto der Faule.

1367
Kaiser Karl IV. verheiratet seine Tochter Katharina mit dem Markgrafen und Kurfürst Otto dem Faulen. Dieser kümmert sich wenig um seine Ländereien in Brandenburg. Kaiser Karl IV. kauft die von den Wittelsbacher an die Wettiner verpfändete Niederlausitz.

1368
Markgraf Otto der Faule von Brandenburg muß das Land Deutsch-Krone an König Kasimir von Polen abtreten.

1369
Berlin-Cölln erwirbt für 6500 Silbermark das Münzrecht von den Landesherren.

1370 Die Stadt Berlin-Cölln kauft das Dorf Pankow für 100 Silbermark.
Der Rat Berlin-Cölln erläßt eine Bier-Brau und Ausschankordnung, nach der nur die hausbesitzenden Bürger das Recht haben, Bier für den Eigenbedarf zu brauen und auszuschenken, während fremdes das heißt nicht in Berlin- Cölln hergestelltes Bier nur im Ratskeller verkauft werden darf.

1371
Kaiser Karl IV. bemächtigt sich der Mark Brandenburg mit Gewalt.

1373
Im Vertrag von Fürstenwalde verkauft der Markgraf Otto der Faule von Brandenburg die Kurmark an Kaiser Karl IV. Damit endet die Herrschaft der Wittelbacher in der Mark Brandenburg.

1375
Kaiser Karl IV. läßt ein Grundbuch der neu erworbenen Mark Brandenburg anlegen. Die Mark Brandenburg wird in die Altmark (westlich der Elbe), die Mittelmark (zwischen Elbe und Oder) und der Neumark (östlich der Oder) eingeteilt.

1376
Siegmund, ältester Sohn des Kaisers Karl IV. aus dem Hause Luxemburg, erhält die Mark Brandenburg als Lehen. (ohne die Neumark)

1378
Kaiser Karl IV. teilt seine Ländereien auf unter seine Söhne Wenzel (Böhmen und Schlesien), Sigismund (Brandenburg) und Johann (Lausitz und Neumark). Damit wird der zehnjährige Sigismund Markgraf von Brandenburg anstelle seines Bruders Wenzel.

22.5.1388
Kufürst Sigismund verpfändet die Mark Brandenburg (für 560.000 Gulden) an seine Vetter, Jodok (Jobst) von Mähren und Prokop. Jodok (Jobst) von Mähren erhielt später mit der Kurwürde.

1395
Das Geschlecht der Quitzow betreiben in der Mark Brandenburg Fehdewesen und Strassenraub. Sie gelangen damit zu großen Einfluß in der Mark. Die Quitzow kontrollieren zeitweise den gesamten Binnenhandel und den Schiffverkehr auf der Elbe.

1397
Der deutsche und böhmische König Wenzel belehnt Jodok (Jobst) von Mähren mit der Mark Brandenburg.