Zeittafel Brandenburg

1400
In Berlin werden jüdische Männer hingerichtet, es wird ihnen vergeworfen, christliche Kinder für verbrerische Zwecke gekauft zu haben. Es werden Schranken zwischen Jüdischen und Christlichen Vierteln errichtet.

1402
Der Deutsche Orden erwirbt die brandenburgische Neumark als Pfandbesitz von Kurfürst Sigismund von Brandenburg im Jahre 1408 dann das Ländchen Driesen.

1406
Der Bischof von Brandenburg verbietet allen Christen den Umgang mit Juden unter Strafe des Kirchebanns.

1410
Nach dem Tode des deutschen Königs Ruprecht kommt es zum Streit um die Nachfolge. König Sigismund von Ungarn und Jobst von Mähren bewerben sich auf den Thron. Am 20.09.1410 wird der ungarische König Sigismund, ehemals Kurfürst und Markgraf von Brandenburg, zum deutschen König gewählt. Die Brandenburger Kurstimme nimmt für ihn Burggraf Friedrich IV. von Nürnberg wahr. König Sigismund erhält 3 Kurstimmen. Vier Tage danach folgt die Wahl von Jobst von Mähren als König, er erhält 4 Kurstimmen. Laut der den Vorschriften der Golden Bulleist Jobst von Mähren als rechtmäßiger König anzusehen.

1411
Jobst von Mähren, Markgraf von Brandenburg, stirbt am 18.1.1411 in Brünn ohne Erben zu hinterlassen. König Sigismund ernennt den Hohenzollern Burggrafen Friedrich von Nürnberg zum Statthalter (Verweser) von Brandenburg.

1412
Pommern und seine Verbündeten Mecklenburg, Magdeburg, Dänemark und Polen führen um die Uckermark Krieg gegen Brandenburg.
Mit Ausnahme der Stände der Altmark und der Prignitz sowie ein Teil des Adels um die Ritter von Putlitz und Quitzow, erkennen auf dem brandenburgischen Landtag alle mittelmärkischen Städte und die Bischöfe von Brandenburg und Lebus den neuen Statthalter an.

1414
Beginn des "Raubritterfeldzug". Die Quitzows, Raubritter in der Brandenburg, werden vom Burggrafen von Nürnberg und Statthalter in Brandenburg, Friedrich VI., beseitigt. Friedrich VI. verkündet ein Landfriedensgesetz, das alle Fehden verbietet.

1415
König Sigismund belehnt urkundlich, den bereits seit 1411 als Statthalter eingesetzten Burggrafen Friedrich von Nürnberg, als Kurfürst Friedrich I. mit Brandenburg.

1417
Auf dem Konstanzer Konzil belehnt König Sigismund offiziell und feierlich den Burggrafen Friedrich VI. von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern mit der Kurwürde der Markgrafschaft Brandenburg als Markgraf Friedrich I. von Brandenburg.

1418
Elisabeth von Brandenburg, Tochter des Kurfürsten Friedrich I. (Kurfürst von 1415-1440), heiratet den Piastenherzog Ludwig II. Herzog von Liegnitz und Brieg.

27.03.-29.03.1420
Kurfürst Friedrich I. besiegt in der Schlacht von Angermünde die Herzöge von Pommern und Mecklenburg, den König von Polen und Dänemark und den Erzbischof von Magdeburg. Die Uckermark kommt wieder zu Brandenburg zurück.

1426
Die Hussiten fallen in Bayern, Franken, Österreich, Sachsen, Schlesien, Lausitz und Brandenburg ein. Sie verwüsten weite Gebiete zwischen Oder und Spree. Besonders schlimm betroffen sind die Städte : Fürstenwalde, Strausberg und Bernau.

1432
Die Stadt Bernau verteidigt sich erfolgreich gegen die angreifenden Hussiten. Die Stadträte von Berlin und Cölln vereinigen sich.

1433
Die Hussiten verwüsten weite Teile der Neumark.

1436
Die Hussittenkriege werden durch den Vertrag zwischen König Sigismund, Vertretern Böhmens und des Baseler Konzils mit Iglauer Kompaktaten beendet.

7.6.1437
Kurfürst Friedrich I. teilt seine brandenburgischen und fränkischen Lande. Brandenburg mit der Kurwürde erhält sein zweiter Sohn Friedrich Eisenzahn, sein dritter Sohn Friedrich der Fette erhält die Altmark und Prignitz, das Fürstentum Bayreuth bekommt der älteste Sohn Johann der Alchimist (Stathalter seit 1417 in Brandenburg), Albrecht Achilles erhält Ansbach.

9.12.1437
Nach dem Tod Kaiser Sigismund bewirbt sich Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg vergeblich um dessen Nachfolge.

1438
Elisabeth von Brandenburg, Tochter des Kurfürsten Friedrich I. (Kurfürst von 1415-1440), heiratet den Piastenherzog Wenzel I. Herzog von Herzog von Beuthen.

27.10.1439
Der deutsche König Albrecht II., Nachfolger von Kaiser Sigismund, stirbt während eines Feldzuges in Ungarn. Kurfürst Friedrich I. von Brandenburg bewirbt sich wieder vergeblich um die Nachfolge. Neuer König wird 1400 aus dem Hause Habsburg Friedrich III.

1440
Nach dem Tod Friedrich I. von Brandenburg, wird sein Sohn Friedrich II., Markgraf und Kurfürst von Brandenburg. Friedrich II. besetzt den Raum Lychen mit dem Kloster Himmelpfort. Im Wittstocker Vertrag von 1442 wird der Krieg zwischen Mecklenburg und Brandenburg beendet. Das eroberte Gebiet bleibt brandenburgisch.

1442
Die Städte der Mark Brandenburg (einschließlich Berlin und Cölln) verlieren ihre Selbständigkeit. Kurfürst Friedrich II. zwingt die Städte Berlin-Cölln zur Abtretung eines Geländes am Spreeufer. Dort soll ein Schloß errichtet werden.

1445
Der Kurfürst Friedrich II. erwirbt von Reinhard, Herr von Cottbus die Herrschaft Cottbus.

1446
Der Kurfürst Friedrich II., der den Juden erst 1440 ihre Rechte bestätigt hatte, ließ im Dezember 1446 sämtliche Juden in seinem Land gefangen nehmen, ihren Besitz einziehen und aus der Mark Brandenburg vertreiben.

1447
Die Juden werden in die Mark Brandenburg zurückgerufen und erhalten neue Schutzbrief (nur 3 Jahre gültig).

1448
Der Kurfürst Friedrich II. erwirbt von der Familie Polenz die Niederlausitz und die Herrschaft Peitz von Johann von Waldau.

5.3.1454
Elisabeth von Brandenburg, Tochter des Markgrafen Johann der Neumark, heiratet den pommerschen Herzog Wartislaw X. Herzog von Pommern-Rügen-Barth

19.9.1455
Markgraf Friedrich II. von Brandenburg kauft die Gebiete der Neumark mit Driesen und Schivelbeinvom dem Deutschen Orden wieder ab. (100.000 Gulden)

1462
Der böhmische König Georg Podiebrad zwang Friedrich II. die Niederlausitz an Böhmen abzutreten. Der brandenburgische Kurfürst behielt als böhmische Lehen die Herrschaft Cottbus und Peitz, sowie das Land Teupitz. Dazu die Anwartschaft auf die ebenfalls unter böhmischer Lehenshoheit stehende Herrschaft Beeskow-Storkow.

1463
Nachdem Tode seines Bruders Friedrich des Fetten fallen die Altmark und Prignitz an Friedrich II. von Brandenburg. Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg erwirbt Kottbus und den Spreewald.

1464
Herzog Otto III. von Stettin stirbt ohne Erben. (Stettiner Erbfolgestreit beginnt)
Nach jahrelangen Streit um Hinterpommern wird der Vertrag von Soldin geschlossen. Brandenburgische und pommersche Fürsten schließen Frieden.

1466
Durch den Frieden von Thorn fallen die ehemaligen askanischen Lande (Danzig und Marienburg) des Deutschen Ordens an Polen. 1469
Im Erbstreit um Pommern-Stettin gehen Garz, Schwedt, Vierraden und Löcknitz an Brandenburg. Garz geht 1479 wieder an Pommern.

1470
Kurfürst Friedrich II. dankt aus gesundheitlich Gründen ab. Da sein einziger Sohn bereits gestorben war, wird sein Bruder Markgraf Albrecht Achilles von Ansbach und Bayreuth sein Nachfolger. Berlin wird zu seiner Residenzstadt.

1471
Die landesherrlichen Schulden in Brandenburg betragen : 100.000 Gulden.

11.10.1472
Barbara von Brandeburg, Tochter des Kurfürsten Albrecht III. Achilles (Kurfürst von 1470-1486), heiratet den Piastenherzog Heinrich IX. Herzog von Glogau.

24.2.1473
Kurfürst Albrecht Achilles verfügt in der "Dispositio Achillea" die Unteilbarkeit der Mark Brandenburg. Die Erbfolge der Hohenzollern wird geregelt und die Teilung in eine fränkische und eine märkische Linie.

1477
Margarete von Brandenburg, Tochter des Kurfürsten Friedrich II., (Kurfürst von 1440-1470), heiratet den pommerschen Herzog Bogislaw X. der Große Herzog von Pommern.

1479
Verhandlungen regeln den endgültigen Verbleib der Uckermark in der Mark Brandenburg.

1482
Gebiete um die Städte Krossen, Züllichau, Bobersberg und Sommerfeld werden von Brandenburg erworben. Die Gebiete bleiben aber bis 1742 Lehen der böhmischen Krone.

11.3.1486
Nachdem Tod von Kurfürst Albrecht Achilles wird sein ältester Sohn Johann Cicero, Kurfürst von Brandenburg.

1488
Kurfürst Johann Cicero führt gegen den Widerstand der Städte und des Brauereigewerbes die Biersteuer ein. (Der Adel und die Geistlichkeit waren von dieser Steuer befreit.)
Beseitigung des Zwanges, dass alle Bauern ihr Getreide nur auf städtischen Märkten verkaufen dürfen.

1490
Nach dem Aussterben der Torgows (1478) kauft der brandenburgische Kurfürst Johann Cicero die Herrschaft Zossen.

1493
Pommern erkennt die Lehnsherrschatt Brandenburgs an.

9.1.1499
Der brandenburgische Kurfürst Johann Cicero stirbt in Arneburg bei Stendal, sein erst 15 jähriger Sohn Joachim Nestor I. wird neuer Kurfürst.

1499
Kurfürst Joachim I. Nestor versucht das Faustrecht in der Mark abzuschaffen. Mehr als 40 adlige Raubritter werden gehängt oder geköpft. In Berlin wird das erste Kammergericht eingerichtet.