Zeittafel Brandenburg

1501
In weiten Teilen der Mark Brandenburg wütet die Pest. Der kurfürstliche Hof wird zeitweise nach Stendal verlegt.

1502
Friedrich (der Weise) gründet die Universität Wittenberg.

26.4.1506
Kurfürst Joachim I. Nestor eröffnet die Viadrina, die von ihm gegründete Universität in Frankfurt an der Oder.

1510
Judenverfolgungen in der Mark Brandenburg, Hinrichtungen in Berlin.

6.7.1511
Die Komture des Deutschen Ordens wählen den Hohenzoller Albrecht (Sohn des Johann Cicero, Bruder des regierenden Kurfürsten Joachim I. Nestor) aus der Ansbacher Linie zum Hochmeister des Deutschen Ordens.

1513
Albrecht von Brandenburg, Bruder des Kurfürsten Johachim I. Nestor, wird Erzbischof von Magdeburg. Er organisiert den Ablaßhandel Tetzels.

1517
Martin Luther veröffentlich seine 95 Thesen über die Kraft der Ablässe. Die Reformation beginnt. Kurfürst Johann I. Nestor steht der Reformation ablehend gegenüber. Der Deutsche Ritterorden verzichtet für immer auf die Gebiete der Neumark.

1519
Nachdem Tod des deutschen Kaiser Maximilian I. bewirbt sich Kurfürst Johann I. Nestor vergeblich um dessen Nachfolge.

1524
Die Herrschaft Ruppin gelangt nach dem Aussterben der Grafen von Lindow an Brandenburg.

8.4.1525
Albrecht von Brandenburg-Ansbach aus der fränkischen Linie der Hohenzollern nimmt den Ordensstaat als erbliches Herzogtum vom Polenkönig zum Lehen. Säkularisierung des deutschen Ordens, Preußen wird ein weltliches Herzogtum.

19.7.1525
Kurfürst Joachim I. Nestor tritt dem Dessauer Bund bei. In diesem Bund sind die katholischen Fürsten Norddeutschland vertreten, um gegen die Reformation zu kämpfen.

1527
Kurfürst Joachim I. Nestor führt das römische Recht "Constitutio Joachimica" in der Mark Brandenburg ein.

1527
Kurfürstin Elisabeth tritt zum evangelischen Glauben über und flieht aus Berlin.

23.1.1530
Margarete von Brandenburg, Tochter des Kurfürsten Joachim I., (Kurfürst von 1499-1535), heiratet den pommerschen Herzog Georg I. Herzog von Pommern.

1535
Kurfürst Joachim I. Nestor stirbt in Stendal, sein Nachfolger in der Kurwürde wird sein Sohn Joachim II. Hektor. Der neue Kurfürst Joachim II. heiratet die polnische Königstochter Hedwig von Polen. Er versucht dadurch den Anspruch auf den polnischen Thron zu sichern. Sein Sohn Sigmund (Enkel vom polnischen König Sigmund I.) stirbt allerdings im Jahre 1566.

Entgegen des aufgestellten Hausgesetzes, welches die Teilung des Herrschaftsgebietes verbot, bekommt sein jüngerer Sohn Johann Teile der Neumark. 1571 stirbt Johann ohne Nachkommen, das Land wird wieder vereint.

1535-1539
Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg. Der Adel in der Mark Brandenburg behält das Recht des "Bauernlegens", i.e. das Vertreiben eines Bauern von "seinem" Land ohne Angabe von Gründen.

1536
Kurfürst Joachim II. Hektor von Brandenburg schließt Erbvertrag mit den Herzogtümern Liegnitz, Brieg und Wohlau. Johann, Sohn des Kurfürsten Joachim I. Nestor, wird Markgraf von Küstrin und Herr der Neumark. Das Land Sternberg ist nicht mehr Bestandteil der Kurmark und kommt zur Neumark.

1539
Kurfürst Joachim II. Hektor von Brandenburg leitet in der Mark Brandenburg die Reformation ein. Der Adel des Teltow, Barnim und Havellandes nehmen an einem Abendmahl in beiderlei Gestalt teil.

1540
Das Berliner Kammergericht wird von Kurfürst Joachim II. Hektor zur höchsten zentralen Gerichtsinstitution des Landes ernannt. Die landesherrlichen Schulden in Brandenburg betragen : 1 Millionen Gulden.

1545
Barbara von Hohenzollern-Brandenburg, Tochter des Kurfürsten Joachim II. Hektor (Kurfürst von 1535-1571), heiratet den Piastenherzog Georg II. Herzog von Brieg.

1555
Der Augsburger Religionsfrieden beendet die Glaubenskriege der Reformationszeit. Dieses führt zur Anerkennung der lutherischen Glaubenslehre. Die Landesfürsten haben das Recht, frei die Konfezession zu wählen.

1569
Kurfürst Joachim II. Hektor und seine Erben erlangen durch die Mitbelehnung mit Preußen die Anwartschaft auf dieses Herzogtum.

8.1.1570
Die Tochter des Markgrafen Johann von Küstrin (Linie Brandenburg-Küstrin) heiratet den Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg.

3.1.1571
Kurfürst Joachim II. Hektor stirbt in auf Schloß Köpenick, sein Sohn Johann Georg wird sein Nachfolger. Die landesherrlichen Schulden in Brandenburg betragen : 2,5 Millionen Gulden. Die Juden werden aus dem Kurfürstentum Brandenburg ausgewiesen. Kurfürst Johann Georg nimmt calvinistische Flüchtlinge aus den Niederlanden in seinem Land auf.

1573
Kirchen-, Konsistorial- und Schulordnung wird in der Mark Brandenburg eingeführt. Albrecht Friedrich von Preußen heiratet Maria Eleonore von Jülich-Kleve.

1575
Die Herrschaft Storkow-Beeskow gelangt in den brandenburgischen Besitz.

1577
Markgraf Georg Friedrich (aus der fränkischen Linie) wird vom polnischen König zum Administrator von Preußen ernannt. Erdmuthe von Brandenburg, Tochter des Kurfürsten Johann Georg (Kurfürst von 1571-1598), heiratet den pommerschen Herzog Johann Friedrich der Stärkste Herzog von Pommern.

1594
Der spätere Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg heiratet die Tochter von Herzog Albrecht Friedrich von Preußen, Anna von Preußen und Jülich-Kleve-Berg.

8.1.1598
Kurfürst Johann Georg von Brandenburg stirbt im Cöllner Schloß, sein Sohn Joachim Friedrich wird sein Nachfolger.

29.4.1599
Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg und Markgraf Georg Friedrich von Ansbach legen im Geraer Hausvertrag die Unteilbarkeit Brandenburgs und die Primogenitur (Erbrecht des Erstgeborenen) fest. Das Herzogtum Preußen soll dem regierenden Kurfürsten zufallen.