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Gruß aus Frankfurt/Oder

Wappen von Frankfurt/Oder Nach 1200 stieg der Wasserspiegel der Ostsee und damit auch der Oder. Der von Wasserläufen und Sümpfen durchzogene, 6 km breite Lebuser Bruch wurde schwerer passierbar. Bei der späteren Stadt Frankfurt verengte sich das Odertal auf 2 km. Dieser Übergang war leichter zu passieren und verkürzte den Weg zur Spree und damit über Havel und Elbe nach Magdeburg. Hier entwickelte sich eine Kaufmannssiedlung.

Herzog Heinrich I. der Bärtige von Glogau förderte die Marktsiedlung. Er stammte aus der schlesischen Linie der Piasten und war mit der Hl. Hedwig verheiratet. Die Marktsiedlung lag an der Kreuzung der Fernhandelsstraßen Paris-Aachen-Berlin-Warschau-Moskau und Prag-Meißen-Krakau. Herzog Heinrich I. verlieh ihr 1225 das Markt- und Niederlagsrecht. Um 1226 wurde die erste Kirche errichtet.

1249/1250 wurden der Magdeburger Erzbischof Wilbrand von Käfernburg und die gemeinsam regierenden askanischen Markgrafen Johann I. und Otto III. der Fromme, Urenkel Albrechts des Bären, Besitzer des Landes Lebus. Der Zuzug reicher Fernhändler aus Nordwestdeutschland und Flandern verstärkte sich. Im Jahre 1253 erhielt Frankfurt das Stadtrecht.

1326 wurde Frankfurt/Oder von einem polnisch-littauischen Herr unter Führung von König Wladyslaw I. von Polen belagert, konnte aber nicht eingenommen werden. 1338-1354 wurde Frankfurt/Oder nach einem Streit der Stadt mit Bischof Stepjan II. mit einem päpstlichen Bann belegt.

Frankfurt wurde 1430 in den Akten der Lübecker Tagfahrt als Teilnehmer genannt. Nur Mitglieder der Hanse durften an den Tagfahrten teilnehmen – folglich war Frankfurt spätestens seit diesem Jahr Mitglied der Hanse.

Die Hussiten brannten 1432 die Gubener Vorstadt ab. Auch das Kartäuserkloster wurde in Schutt und Asche gelegt. Der Angriff auf die Stadt selbst am 13. April 1432 misslang.

Auf das Jahr 1454 ist der Fisch über dem südlichen Schmuckgiebel des Rathauses datiert, der wohl das Recht der "Höhung" in den Heringsfässer symbolisiert. Frankfurt verlor 1496 im Rahmen der Stärkung der Zentralgewalt in Gestalt des Kurfürsten, der seine Residenz in Berlin eingerichtet hatte, die Freiheit der Ratswahl und das Oberste Gericht und musste die Urbede wieder zahlen.

1506 wurde das Gebäude der Universität vollendet. Dank des kurfürstlichen Rates Eitelwolf von Stein und Dietrich von Bülow, Bischof von Lebus und dann erster Kanzler der Universität Viadrina, begann Ende Januar der Lehrbetrieb an der Universität. Am 26. April fand in Anwesenheit des Kurfürsten Joachim I. und dessen Bruder Albrecht die feierliche Eröffnung statt.

Währen des dreißigjährige Krieg verbündete sich der Kurfürst mit dem Kaiser, Frankfurt bekam eine kaiserliche Besatzung. Zeitweise weilte Wallenstein in der Stadt. 1631 kam der kaiserliche General Tilly nach Frankfurt, wich jedoch mit der Hauptmacht des kaiserlichen Heeres vor den Schweden nach Westen aus.

Der Befehlshaber der zurückbleibenden 5.000 Mann ließ die Vorstädte abbrennen, damit sich die aus Lebus anrückenden Truppen dort nicht festsetzen konnten. Der Rauch bewirkte jedoch das Gegenteil: in seinem Schutz traf Gustav II. Adolf von Schweden Vorbereitungen für die Eroberung der Stadt. Am 3. April erfolgte der Angriff, die Kaiserlichen flüchteten über die Oderbrücke, viele stürzten in den Fluss und ertranken. Nach der Erstürmung der Stadt folgte eine Schreckensnacht, in der die siegreichen Truppen die Stadt plünderten. Bald darauf brach die Pest aus, der fast 4.000 Frankfurter zum Opfer fielen.

Bereits rund 23 Jahre vor der Einführung der allgemeinen Schulpflicht wurde am 1. Juli 1694 in Frankfurt die erste Schule Brandenburgs eingeweiht. Sie erhielt den Namen Friedrichsgymnasium – zurückzuführen auf Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg und späteren Friedrich I., König von Preußen.

1811 wurde die Universität aus Frankfurt/Oder nach Breslau verlegt. Als Ersatz wurde Frankfurt/Oder am 1. Januar 1816 Regierung der Neumark und des Oberlandesgerichtes. Der 1816 gebildete Stadtkreis umfasste neben der Stadt Frankfurt auch die Vororte Carthaus, Cliestow (Kliestow), Boosen (Booßen), Buschmühle, Lossow, Rosengarten, Schiffersruh, Güldendorf (damals Tschetschnow) und Ziegelei. In Frankfurt befand sich auch das Landratsamt für den Kreis Lebus. Bereits 1827 wurde der Stadtkreis Frankfurt aufgelöst. Die Stadt und die Vororte gehörten nun zum Kreis Lebus. 1877 wurde der Stadtkreis Frankfurt der jetzt allein die Stadtgemeinde umfasste, neu begründet.

1842 fand die Einweihung der Bahnlinie Berlin–Frankfurt (Oder) statt. 1895 wurde die erste steinerne Oderbrücke eingeweiht. 1937 wurde die Autobahn nach Berlin eingeweiht. Im Jahre 1939 lebten in Frankfurt/Oder 83.573 Einwohner.

Vom Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt bis 1945 weitgehend verschont, da es kaum wichtige Industrie- oder Militäranlagen gab. In der Nacht vom 25. zum 26. August 1940 warf ein britischer Flieger vier Bomben ab, traf allerdings nur den Nordzipfel des Ziegenwerders und verursachte dementsprechend nur geringen Schaden; ein paar Scheiben umliegender Gebäude wurden beschädigt. Vom 15. zum 16. Februar 1944 erfolgte ein geplanter Angriff der britischen Luftwaffe. 24 Bomber flogen die Frankfurt/Oder an, allerdings warfen nur fünf ihre Bomben über der Stadt ab. Die Stadt wurde am 26. Januar 1945 zur Festung erklärt. Bereits im "Erkundungsbefehl für die Nibelungen-Stellung" des Oberkommandos des Heeres (OKH) vom 28. November 1944 wurde geplant, die Stadt für die Rundumverteidigung vorzubereiten und als Deckung für Berlin zu nutzen. Die Dammvorstadt sollte dabei als Brückenkopf dienen. Der dementsprechende Ausbau begann Mitte Januar. Am 4. Februar 1945 musste die Dammvorstadt geräumt werden, einen Tag später wurden weitere Teile der Stadt geräumt. Am 15. Februar 1945 kam es wieder zu einem Bombenangriff auf die Stadt. Da die Stadt keine Luftverteidigung hatte, kam es zu erheblichen Toten und Schäden in der Stadt.

Am 16. April 1945 begann der Angriff der sowjetischen Armee auf Frankfurt/Oder. Nach zahlreichen englischen und amerikanischen Bombenangriffen wurde die Stadt am 23. April 1945 von der sowjetischen Armee besetzt. Durch sinnlose Zerstörungen und Brandschatzungen nach der Einnahme der Stadt, ist die historische Innenstadt zu 93 Prozent zerstört worden.

Entsprechend dem Potsdamer Abkommen wurde Frankfurt (Oder) zur Grenzstadt zwischen Polen und Deutschland. Die Dammvorstadt wurde abgetrennt, und musste innerhalb von zwei Tagen vollständig geräumt werden. Der heutige Name der ehemaligen Frankfurter Dammvorstadt lautet : Słubice.
(Text größtenteils aus Wikipedia® mit Korrekturen und Ergänzungen)