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Deutsch-Polnisches Erbe

Gruß aus Königsberg in der Neumark

Wappen von Königsberg in der Neumark Der Name Konigesberge wird 1244 zum ersten Mal erwähnt. Nach Überlassung der "terra Konigesberge" 1267 durch die Bischöfe von Brandenburg an die Markgrafen von Brandenburg erhielt die Stadt Konigesberge die Marktrechte und die Gerichtsbarkeit, sie wurde zeitweise Hauptort der Neumark. Die Pfarrkirche St.Marien wurde bereits 1282 erwähnt. 1290 wurde ein Augustiner-Kloster gestiftet. Von 1310 bis 1329 erlebte die Stadt durch den Getreidehandel einen wirtschaftlichen Aufschwung, ihr wurden die Marktprivilegien verliehen und 1320 erfolgte der Bau des Rathauses. Die Waren wurden über die Flüsse Röhricke und Oder verschifft. Im 13. und 14. Jahrhundert erhielt Königsberg i. d. N. eine Stadtmauer mit drei Stadttoren (Schwedter Tor, Bernikower Tor und das im 19. Jahrhundert abgerissene Vierradener Tor) und mehreren Wehrtürmen. Von 1402 bis 1454 gehörte Königsberg in der Neumark zum Ordensstaat des deutschen Ritterordens, danach wieder zu Brandenburg. Ebenfalls in dieser Zeit wurde anstelle einer Feldsteinkirche die St.-Marien-Kirche und etwa um 1410 ein neues Rathaus erbaut. Beide Bauwerke gehören zu den schönsten Bauwerken der Gotik in der Neumark.

Beim Einfall der Hussiten 1433 hielt die starke Stadt der kurzen Belagerung stand. Im 15. Jahrhundert erlebte sie eine neue wirtschaftliche Blüte. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Stadt dreimal von der Pest heimgesucht, der jeweils ein großer Teil der Bevölkerung zum Opfer fiel.

Die Stadt besaß damals eine Reihe von Kirchen: die Marienkirche, St.Nicolai, die Augustiner-Klosterkirche und die Hospitalkirchen zum Heiligen Geist, St. Georg und St. Gertrud. Die Reformation wurde seit 1539 bis 1553 schrittweise eingeführt, das Kloster aufgelöst. In den Gebäuden waren ab 1536 ein Spital und eine Schule untergebracht, die Klosterkirche (Dreifaltigkeitskirche) wurde als Lagerhaus genutzt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Königsberg in der Neumark von Wallensteins und Gustav Adolfs Truppen besetzt, die Stadt im Laufe des Krieges zu 52 Prozent zerstört. Der Turm der St.-Marien-Kirche brannte 1682 durch Blitzschlag nieder und wurde bis 1692 wieder aufgebaut. 1714 wird eine neue barocke Kanzel und 1734 die große Wagner-Orgel eingebaut. Seit 1700 erfolgte eine wirtschaftliche Belebung, seit 1759, zur Zeit des Siebenjährigen Krieges, wurde die Stadt Sitz der neumärkischen Regierung. 1767 wurden das Schwedter und das Bernikower Tor teilweise abgebrochen, die Steine wurden zum Bau einer Kaserne am Kloster verwandt. Königsbergs Haupterwerbszweig war der Ackerbau, daneben gab es Baumwollwebereien, die aber ihren Niedergang um 1840 in der Industrialisierung fanden. Seit 1809 war Königsberg in der Neumark Sitz der Kreisverwaltung. Seit 1820 setzte ein starker Verfall der ehemaligen Klostergebäude ein. 1877 wurde die Stadt ans Eisenbahnnetz angeschlossen und blühte auf. Sie war für einen weiten Umkreis Schul- und Verwaltungsstadt neben der Peitschenriemenindustrie. Im Jahre 1939 hatte Königsberg in der Neumark zirka 6.767 Einwohner.

Im Jahr 1939 richtete die deutsche Luftwaffe vor den Toren der Stadt einen Flugplatz ein. Bei den Kämpfen im Januar 1945 wurde die Stadt von der Front überrollt. Am 4. Februar 1945 wurde der Bürgermeister von Königsberg in der Neumark, der die Stadt ohne Räumungsbefehl verlassen hatte, in Schwedt an der Oder von einem SS-Standgericht unter Vorsitz des SS-Führers Otto Skorzeny zum Tode durch Erhängen verurteilt. Am selben Tag besetzte die Rote Armee Königsberg in der Neumark, am 16. Februar brannte die gesamte Innenstadt mit der Marienkirche und dem Rathaus ab, die Stadt war zu 45 Prozent zerstört.

Der heutige polnische Name von Königsberg in der Neumark lautet Chojna.
(Text größtenteils aus Wikipedia® mit Korrekturen und Ergänzungen)