Olympisches Dorf 1936

Olympia 1936 Berlin Am 31. Mai 1931 fiel die Entscheidung für den Austragungsort Berlin der Olympischen Spiele im Jahre 1936. Von November 1933-1935 wurde das Olympische Dorf in Elstal gebaut. Es wurden zirka 150 Gebäude gebaut und es sollten 4.000 Sportler (nur Männer) dort untergebracht werden.

Das Sportler-Dorf der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin befand sich in im heutigen Elstal (heute Ortsteil von Wustermark). In der Gemarkung der Gemeinde Dallgow-Däberitz errichtete man ca. 10 km vor den Toren Berlins in den Jahren von 1934 bis 1936 das Olympische Dorf, welches heute zu großen Teilen nur als Ruine erhalten ist und im Zuge der Gebietsreform in den 90er Jahren unter dem Protest der Dallgower Gemeindevertretung der Nachbargemeinde Elstal zugeschlagen wurde. In den letzten Jahren wurde das Haus, in dem Jesse Owens während der Spiele wohnte, rekonstruiert. Das Olympische Dorf bestand aus einem Empfangsgebäude, etwa 140 einstöckigen und fünf zweistöckigen Wohnbauten, einem großen Speisehaus, einem Küchenhaus, dem Hindenburghaus, dem Kommandantenhaus, einer Sporthalle, einer Schwimmhalle, einer Sauna sowie einem Ärzte- und Krankenhaus. Das Speisehaus, "Haus der Nationen", bestand aus 38 Speisesälen, die jeweils einer Nation zur Einnahme des Essens und der Geselligkeit diente. Im Hindenburghaus gab es Unterhaltungsveranstaltungen.

Nach den Olympischen Spielen diente das Gelände, des ehemaligen OLympischen Dorfes, als Lazarett und dann als Heer-Infanterieschule. Bis zum Jahre 1992 nutzte die sowjetische Armee das Gelände.

Heute: Die größten noch halbwegs erhaltenen Ruinen auf dem Gelände sind: das Haus der Nationen (Verpflegungs- und Gemeinschaftshaus), die ehemalige Schwimmhalle und einige Mannschaftsunterkünfte. In einem guten Zustand befindet sich die Turnhalle. Viele Sportler der damaligen Olympia-Mannschaften, besonders der deutschen Männermannschaft, ließen kurz darauf im II. Weltkrieg ihr Leben. Das Olympische Dorf steht jetzt unter Denkmalschutz und ist täglich mit (aber auch ohne) fachkundiger Führung zu besichtigen. Ein Verein kümmert sich um den Erhalt der verbliebenen Gebäude, die durch die militärische Nutzung der Nachkriegszeit nicht gepflegt wurden.

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Fotos unter :
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Besichtigungen des Olympischen Dorfes in Elstal
April-Oktober
Montag-Freitag von 10.00-16.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 10.00-17.00 Uhr
Führungen während der Öffnungszeiten um 11.00 Uhr und an den Wochenenden zusätzlich um 14.00 Uhr.

Postkarte Olympisches Dorf