Das Adelsgeschlecht der Quitzows

Das Adelsgeschlecht derer von Quitzow ist wohl eines der ältesten in der Mark Brandenburg. Im Mittelalter löste alleine der Name schon Schrecken und Grauen in der Mark Brandenburg aus. Die Quitzows waren verrufen als Wegelagerer und Raubritter in der Mark Brandenburg. Zu den bekanntesten Quitzows des Adelsgeschlechtes zählen die Söhne von Kuno von Quitzow, Dietrich und Johann von Quizow. Die beiden Söhnen galten als Hauptgegner der hohenzollerischen Kurfürsten von Brandenburg.

Zu ihren Besitzungen zählten 14 Städte und Dörfer, sowie die Burgen (Bötzow, Friesack, Köpenick, Plaue, Rathenow und Saarmund). Nach dem Tode Kaiser Karls IV. versuchten die Quitzows ihren Einfluss in der Mark Brandenburg zu vergrößern. Im Jahre 1402 fielen die Herzöge der Pommern im Barnim ein. Die Quitzow schlossen ein Bündnis mit den Pommernherzögen und eroberten Bötzow (das spätere Oranienburg), Strausberg und bedrohten die Stadt Berlin/Cölln. Das Bündnis zwischen den Herzögen von Pommern zerbrach und die Stadt Berlin/Cölln schloß ein Bündnis mit den Quitzows. Den Quitzow gelang es die Pommern aus Bözow und Strausberg zu vertreiben. Als Dank wurde Johann von Quitzow zum Landeshauptmann der Mittelmark und Dietrich von Quitzow übernahm die Führung der Truppen. Die Beiden Brüder Quitzow versuchten sich in Berlin festzusetzen, als sie merkten das dies nicht gelang, plünderten sie die Kaufleute, stahlen die gesamte Viehherde Berlins und nehmen Bürger als Geiseln.

1408 versuchte Markgraf Jobst die beiden Brüder als Landeshauptmann auszuwechseln. Der Markgraf Jobst ernannte eine Gegener des Adelsgeschlechtes Quitzow, den Herzog von Pommern-Stetin, zu seinem Stellvertreter. Durch diesen Schritt versuchte der Markgraf Jobst die Macht der Quitzow zu beschränken. 1410 kam es zum offenen Streit zwischen der Stadt Berlin/Cölln und den Quitzows. So mussten die Berliner Zoll an der Burg Cöpenick zahlen.

Nach dem Tode des Markgrafens Jobst im Jahre 1411, ernannte König Sigismund den Burggrafen Friedrich von Nürnberg zu seinem neuen Hauptmann in der Mark Brandenburg. Dieser sollte es erstes die Burg Cöpenick einziehen. Dadurch wurde die Fehde zwischen Berlin/Cölln und den Quitzow gegenstandslos. Die Quitzows und auch andere Adelsgeschlechter verweigerten die Anerkennung der Hauptmannschaft durch den Burggrafen Friedrich von Nürnberg. Durch geschicktes taktieren und einer festen Hand gelang es den Burggrafen Friedrich von Nürnberg den märkischen Adel zu bezwingen. 1413 erschienen die Quitzow in Berlin um den neuen Hauptmann in der Mark Brandenburg zu Huldigen.

1413 zogen die Quitzow im Auftrag von Friedrich von Nürnberg gegen in das Magdeburgische Land und plünderten dort. Nachdem der Burggraf Friedrich von Nürnberg mit Pommern Frieden geschlossen hatte, und auch mit Sachsen, Magdeburg und Meißen neue Bundesgenossen gewonnen hatte, begann im Februar 1414 der Kampf gegen die treubrüchigen Vasallen. Die Burgen der Quitzows wurden innerhalb eines Monats von dem Burggrafen eingenommen und Johann von Quitzow gefangen genommen, Dietrich von Quitzow gelang die Flucht. Durch eine richterlichen Spruch wurde die gesamte Habe der Quitzow eingezogen. 1416, der Erzbischof von Magdeburg war wieder Feind der Brandenburger, wurde Johann von Quitzow aus der Haft des Erzbischofs von Magdeburg wieder entlassen. Die beiden Brüder fielen wieder in der Mark Brandenburg ein und verbreiteten Schrecken und Angst in der Mark Brandenburg.

1417 wurde Dietrich von Quitzow von marodierenden Truppen erschlagen. Sein Bruder Johann von Quitzow trieb aber sein Unwesen weiter in der Mark Brandenburg. 1421 einigte sich Johann von Quitzow mit dem Kurfürsten Friedrich I. als Hauptmann gegen Böhmen in den Krieg zu ziehen. Als Dank erhielt Johann von Quitzow von Friedrich I. die Burg Lenzen. Die Burg Lenzen blieb bis 1484 und dann nochmals in den Jahrebn 1540 bis 1570 im Besitz derer von Quitzow.

Erinnerungen an die Quitzow in Brandenburg : (Teil aus Wikepedia : http://de.wikipedia.org/wiki/Quitzow_(Adelsgeschlecht))
  • In Legde wurde ein Denkmal aus Sandstein zu Ehren des Dietrich von Quitzow an der Stelle errichtet wo er am 25. Oktober 1593 von marodierenden Söldnern erschlagen wurde. Das Denkmal wurde 1992 restauriert.
  • In Kletzke an der Kirche befinden sich links des Portals die Grabplatten des Achatz von Quitzow, gestorben 1605, mit seiner Ehefrau geb. von Münchhausen und rechts des Portals die Grabplatte des Christoph von Quitzow, gestorben um 1580.
  • In der Dorfkirche zu Rühstädt befinden sich einige Quitzow-Grabsteine, wobei der älteste auf 1527 datiert ist. Neben diesem steht ein Temperabild auf Stein einer Priorin oder Äbtissin v. Quitzow. Gegenüber ist ein Grabstein von 1552 angeordnet, mit folgender Inschrift: "Anno Domimi 1552, dem Donnerstag nach Martini, ist gestorben der ehrbare und ehrensveste Dirike von Quitzow, der Olde dem Gott gnädig und barmherzig sei". Zwei Grabplatten befinden sich vor dem Altar: von Dietrich v. Quitzow, gest. 1593 (mit erheblichen Zerstörungen v.a. in oberer Hälfte) und von Dietrich v. Quitzow, gest. 1569, mit Ehefrau. Sie bestehen aus Cottaer Sandstein (Gutachten von Jekosch, Naturkundemuseum Berlin). In die Apsis, Nordwand der Kirche ist ein Epitaph des Georg von Quitzow, gest. 1527, eingelassen.