Schwerin an der Warthe
Schwerin liegt an der unmittelbaren Mündung des Flusses Obra in die Warthe. Obwohl Schwerin an der Warthe über fünf Jahrhunderte zum Königreich Polen gehörte, war die Bevölkerung mehrheitlich stets deutschsprachig, insbesondere wenn man die zahlreich im Ort vertretenen Juden mitrechnet. Die Besiedlung des Ortes an der Obramündung wurde von den Zisterziensermönchen des Klosters Paradies, 30 Kilometer südlich gelegen, betrieben. Die Stadt wurde 1295 gegründet, durch einen Brand verlor Schwerin an der Warthe das Stadtprivileg. Der polnische König Przemysł II. verlieh ihm zum Ende des 13. Jahrhunderts deutsches Stadtrecht, das 1406 von König Władysław Jagiełło mit dem Magdeburger Stadtrecht präzisiert wurde. Ihren wirtschaftlichen Aufstieg verdankt die Stadt ebenfalls Jagiełło, der 1390 die Handelsstraße von Krakau nach Stettin errichten ließ. Da die Straße durch Schwerin führte, das unmittelbar an der Grenze zu Brandenburg lag, entstand hier eine Zollstation, die der Stadt eine rege Handelstätigkeit einbrachte.
Nach der Zweiten Teilung Polens von 1793 kam Schwerin unter preußische Herrschaft und lag nun in der neuen Verwaltungseinheit Südpreußen. Als Napoleon zum Beginn des 19. Jahrhunderts Europa eroberte, schuf er 1807 das Großherzogtum Warschau, wodurch Schwerin wieder in einem polnischen Staatsgebiet lag. Dieser Zustand dauerte jedoch nur bis zum Jahre 1815. Durch den Wiener Kongress erhielt Preußen unter anderem die Provinz Posen zugesprochen, dazu gehörte auch Schwerin. Es wurde mit der preußischen Verwaltungsreform von 1818 in den Kreis Birnbaum eingegliedert.
1896 bekam Schwerin an der Warthe einen Bahnanschluß, und damit wurde die Voraussetzung geschaffen, dass sich Industrie entwickeln konnte. So wurde die Stadt zu einem regionalen Zentrum für Holzverarbeitung und Textilherstellung. Als mit dem Versailler Vertrag von 1919 große Teile der Provinz Posen wieder zu Polen kamen, wurde Schwerin der im Jahre 1922 neu gebildeten preußischen Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen zugeschlagen und wurde Kreisstadt des Kreises Schwerin (Warthe). Nach der Auflösung der Grenzmark 1938 ging der Kreis in die Provinz Brandenburg über. Als 1939 die letzte Volkszählung im Dritten Reich durchgeführt wurde, lebten 8.952 Menschen in der Stadt. Seit 1937 war Schwerin Garnisonsstadt. Bei Schwerin an der Warthe beginnt auch der sogenannte Ostwall oder auch Oder-Warthe-Bogen. Die Festungsfront verläuft von Schwerin an der Warthe im Norden, über Meseritz bis in das Gebiet von Schwiebus. Sie ist nach der Maginot-Linie in Frankreich ihrer Ausdehnung und in technischer Hinsicht die bedeutendste Festungslinie Europas. Vom Krieg blieb die Stadt zunächst weitgehend verschont. Erst beim Einmarsch der Roten Armee wurde sie im Januar 1945 zu über 40 Prozent zerstört.
Der heutige polnische Name von Schwerin an der Warthe lautet Skwierzyna.
(Text größtenteils aus Wikipedia® mit Korrekturen und Ergänzungen)
Ansichten aus Schwerin an der Warthe

Fliegeraufnahme der Stadt

Fliegeraufnahme der Stadt

Fliegeraufnahme der Stadt

Markt

Markt

Am Markt

Marktplatz

Poststraße

Rathaus

Katholische Kirche und Schule

Blick vom Wasserturm

Lindenstraße

Brückenstraße

Landsberger Chaussee mit Königlicher Oberförsterei

Präparanden-Anstalt und Seminar

Gertrudheim des Kreisverbandes der Vaterländischen Frauenvereine vom Roten Kreuz

Infanteriekaserne des Grenz-Infanterie-Regiment

Infanteriekaserne des Grenz-Infanterie-Regiment - Wache

Infanteriekaserne des Grenz-Infanterie-Regiment

Kriegerdenkmal

Bahnhof

Warthebrücke

Warthebrücke

Strandschlößchen

Strandschlößchen

Am Katzbach

Wasserturm

Gemeindehaus

Schlachthofstraße

Poststraße

Poststraße

Staatliche Oberschule für Jungen

Gasthof zur Kaiserkrone und Fabrik feiner Wurst- und Fleischwaren von Ferd. Heering

Obra bei Schwerin


