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Deutsch-Polnisches Erbe

Gruß aus Sorau

Wappen von Sorau Die Stadt Sorau liegt auf den nördlichen Höhen der Niederlausitz in einer schmalen Talmulde des Sorebaches. Der Rückenberg bildete die höchste Erhebung der Mark Brandenburg. Von Sorau sind es zirka 180 Kilometer nach Berlin in nordwestlicher Richtung und etwa 140 Kilometer nach Breslau im Südosten.

Der Name Zara/Żary leitet sich wahrscheinlich von einem kleinen, slawisch-sorbischen Stamm her, der die Gegend von Sorau im frühen Mittelalter bewohnte. Zum ersten Mal wird der Gau Zara 1007 in der Chronik Thietmars von Merseburg genannt. Zu jener Zeit wurde die Niederlausitz vom polnischen Herzog Bolesław Chrobry erobert und beherrscht.

Sorau wurde um 1260 gegründet, als die Niederlausitz zum Machtbereich der Wettiner gehörte. Die Stadt erhielt Magdeburger Stadtrecht. In der Zeit von 1280 bis 1355 regierten die von Pack in Sorau und den benachbarten Dörfern. Nach dem die Dewins Sorau gegründet hatten, begann Ulrich von Pack ab 1280 mit dem Ausbau: die Packs errichteten ein neues Schloss, bauten die Stadtmauer, die heute noch steht. Darüber hinaus finanzierten sie den Bau eines Hospitals und der Kirche. Das Geld durften sie damals selber prägen: Sie hatten das Münzrecht und aus der Zeit des 13. Jahrhunderts sind noch Münzen mit dem Wappen der Packs und dem "Z" für Sorau erhalten. Das Wappentier der von Packs ist der Hirsch. Der ist immer noch Bestandteil des Stadtwappens von Zary und des Wappens der heutigen Familie von Bock und Polach.

Sorau war aber nie eine landesunmittelbare Stadt, sondern befand sich immer im Besitz mächtiger Adelsgeschlechter, zuerst der Herren von Dewin, dann derer von Bieberstein und seit 1559 waren die Herren bzw. Grafen von Promnitz die Besitzer. Die Stadt war wirtschaftlicher und administrativer Mittelpunkt einer ausgedehnten Herrschaft. Zwischen 1525 und 1540 wurde in Sorau schrittweise die Reformation eingeführt. Stadt und Herrschaft erhielten Ende des 16. Jahrhunderts ein eigenes evangelisches Konsistorium. Im Dreißigjährigen Krieg hatte Sorau unter den Durchzügen der Truppen Wallensteins und der Schweden zu leiden. In den Jahren 1558 bis 1765 kam Sorau unter die Herrschaft des Reichsgrafen von Promnitz. In den Jahren von 1705 bis 1726 wurde in das Promnitzschloss in barocker Form errichtet. In den Jahren von 1767 bis 1815 fällt die Herrschaft Sorau-Triebel an den Kurfürsten von Sachsen.

Von 1815 gehörte die Stadt bis 1945 zur preußischen Provinz Brandenburg im Landkreis Sorau (Lausitz). Im Jahre 1816 wird Sorau Kreissstadt. Im Jahre 1846 wurde Stadt Sorau an die Bahnanstrecke Berlin-Frankfurt/Oder-Breslau angeschlossen.

Im 19. Jahrhundert wurde Sorau ein bedeutender Standort der Textilindustrie. Fast 50 Prozent aller Industriearbeiter waren in diesem Gewerbe beschäftigt. Aufgrund des Leinenanbaus in der nahen Lausitzer und schlesischen Region wurde 1886 eine Textilfachschule gegründet, in der die Beschäftigung mit der Bastfaser im Zentrum stand. Daher wurde hier 1938 auch noch ein "Kaiser-Wilhelm-Institut für Bastfaserforschung" angesiedelt, was im Zusammenhang mit den Autarkiebestrebungen des Dritten Reichs zu sehen ist. Dieses Institut wurde später nach Mährisch-Schönberg (Tschechien) verlagert, wesentliche Forschungen fanden jedoch dort während der letzten Kriegsjahre nicht mehr statt.

Laut letzter deutscher Volkszählung im Jahre 1939 lebten in Sorau 25.902 Einwohner. Während des Zweiten Weltkrieges lagerte man Teile der Flugzeugwerke Focke-Wulf nach Sorau aus. Im April 1944 wurde durch einen alliierten Luftangriff ein Teil der alten Stadtbebauung zerstört. Im Februar 1945 erreichten die Truppen der Roten Armee die Stadt. Dem ging eine allgemeine Fluchtwelle der deutschen Bevölkerung und Teilen der Wehrmacht voraus. Die Stadt Sorau wurde zu 60 Prozent während des Zweiten Weltkrieges zerstört.

Der heutige polnische Name von Sorau lautet : Żary
(Text größtenteils aus Wikipedia® mit Korrekturen und Ergänzungen)