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Deutsch-Polnisches Erbe

Gruß aus Zielenzig

Wappen von Zielenzig Zielenzig liegt am Ostufer des Postumfließ, einem Nebenfluss der Warthe. Die umgebende Landschaft ist geprägt durch die Lebuser Seenplatte und zahlreiche Erhebungen, von denen sich die Buchwaldhöhe mit 227 Metern besonders hervorhebt. Als nächste größere Stadt ist Landsberg an der Warthe 45 Kilometer nördlich entfernt.

Zielenzig, als Stadt, wurde im Jahre 1244 erstmals urkundlich in einer Übertragungsurkunde an den Tempelorden erwähnt. Die Stadt entwickelte sich aus einer alten slawischen Siedlung. Nach Auflösung des Tempelordens durch den Papst, kam die Stadt im Jahre 1312 unter die Herrschaft der Johanniter. 1318 wurde Zielenzig an den Brandenburger Markgrafen Woldemar durch den Johanniterorden verpfändet. Aber schon nach 8 Jahren kam die Stadt wieder in den Besitz des Johanniterordens und blieb dann bis ins Jahr 1810 Eigentum des Johanniterordens. 1826 brannte das Rathaus auf dem Neuem Markt ab und wurde im Jahre 1850 neugotisch wieder aufgebaut.

Nach der neuen preußischen Kreiseinteilung von 1815 wurde Zielenzig in den neumärkischen Kreis Oststernberg eingegliedert und wurde dessen Verwaltungssitz, der von 1852 bis 1873 wieder nach Drossen verlegt wurde. Nach der Teilung des Kreises im Jahre 1873 war Zielenzig wieder Kreisstadt. Zu dieser Zeit waren Textilmanufakturen und Mühlen die wichtigsten Erwerbszweige, und die Stadt hatte Mitte des 19. Jahrhunderts 4.500 Einwohner. Mit der einsetzenden Industrialisierungswelle entstanden vor den Toren der Stadt Braunkohlentagebaue, die zu der Errichtung einer Brikettfabrik in Zielenzig führten. Durch die Verbesserung der Infrastruktur kam es zu einem Anwachsen der Bevölkerung, 1885 war die Einwohnerzahl auf 5.769 angestiegen. 1890 bekam Zielenzig einen Eisenbahnanschluß. Nach dem Ersten Weltkrieg siedelten sich Betriebe der Holz verarbeitenden Industrie an. Die letzte deutsche Volkszählung in Zielenzig ermittelte 1939 6.568 Einwohner.

Am 21. Januar 1945 rückten die sowjetischen Truppen in Zielenzig ein. Obwohl sie auf keinerlei Widerstand stieß, wurden die Häuser der Innenstadt von den Soldaten geplündert und in Brand gesteckt, so dass die Stadt schließlich zu 50 Prozent zerstört war. Der heutige polnische Name von Zielenzig lautet Sulęcin.
(Text größtenteils aus Wikipedia® mit Korrekturen und Ergänzungen)