Brandenburger Landstreicher

Der Brandenburger Landstreicher

Deutsch-Polnisches Erbe Gruß aus Arnswalde

Wappen von Arnswalde Arnswalde liegt zwischen dem Stüdnitzfluss und dem Klückensee, der zur Arnswalder Seenplatte gehört. Arnswalde ist 75 Kilometer von Stettin entfernt und gilt als Eisenbahnknoten. Von hier gehen Eisenbahnstrecken nach Stargard und Posen und die Nebenstrecken nach Kallies und Soldin.

Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Arnswalde stammt aus dem Jahr 1269. Am 1. April 1269 wurde hier ein Vertrag zwischen den Askaniern und dem Pomerellenherzog Mestwin II. geschlossen. Nicht ganz gesichert ist die Vergabe des Stadtrechtes, am wahrscheinlichsten ist, dass es 1284 erteilt wurde. Das Stadtrecht wurde nach Magdeburger Recht erteilt. 1289 wurde der Ort erstmals als Stadt erwähnt, die 1364 eine Burg besaß. 1402 kam Arnswalde unter die Herrschaft der Kreuzritter des Deutschen Ordens. 1414 versuchte Henning von Wedel den Ort zu erobern, blieb aber erfolglos. 1419 fielen polnische Ritter in Arnswalde ein und der Ort wurde dabei zu großen Teilen zerstört. 1433 wurde Arnswalde ein Lehen Polens, aber schon vier Jahre später stand sie wieder unter der Herrschaft des Ordens. Große Teile der Stadt wurden 1511 Opfer eines Brandes, 1549 raffte die Pest viele Menschen dahin. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde auch Arnswalde zu großen Teilen zerstört. 1649 wurde Arnswalde Teil der Poststrecke Berlin–Königsberg.

1719 wurde in Arnswalde eine Garnison für preußische Truppen errichtet. 1806 besuchte der preußische König Friedrich Wilhelm III. die Stadt. Mit der Neuordnung der preußischen Verwaltung nach dem Wiener Kongress (1815) wurde der Landkreis Arnswalde im Regierungsbezirk Frankfurt, somit zur Mark Brandenburg, gebildet. 1828 wurde die erste Schule des Ortes eröffnet, 51 Jahre später wurde das Rathaus neu gebaut. Die Kreisverwaltung kam 1846 in die Stadt Arnswalde. 1847 erhielt Arnswalde Anschluss an die Bahnlinie Stargard–Posen. Das erste Krankenhaus öffnete im Jahre 1905 seine Türen. 1938 kam der Landkreis, damit auch Arnswalde, zum Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen. Die Einwohnerzahl von Arnswalde stieg von 6.800 Einwohnern 1875 auf 13.960 Einwohner im Jahre 1939.

Der Beginn des Zweiten Weltkrieges berührte den Ort kaum. In den Folgejahren befand sich hier jedoch eines der größten Lager für polnische Kriegsgefangene. 1945 wurde Arnswalde nach einer Belagerung von der Roten Armee zu 85 Prozent zerstört und später unter polnische Verwaltung gestellt. Der heutige polnische Name von Arnswalde lautet : Choszczno.
(Text größtenteils aus Wikipedia® mit Korrekturen und Ergänzungen)