Brandenburger Landstreicher

Der Brandenburger Landstreicher

Deutsch-Polnisches Erbe Gruß aus Gassen

Wappen von Gassen Gassen liegt 5 Kilometer südöstlich von Sommerfeld an der Lubst.

Die erste Erwähnung des Dorfes Gassen stammt aus dem Jahre 1000 in einem Dokument von Kaiser Otto III. Vom 14. Jahrhundert bis 1642 gehörte Gassen der Familie von Wiedebach. Nachdem die männliche Linie der Wiedebach erloschen war, wurde der Oberstleutnant Rudolf von Bünau neuer Grundherr. Der sächsische Adlige, der 1656 zum Landeshauptmann der Niederlausitz bestellt worden war, erwarb weitere Dörfer und gestattete protestantischen Glaubensflüchtlingen aus Schlesien die Ansiedlung. Der neu entstandene Ort erhielt am 24. Januar 1660 durch Herzog Christian I. das Stadtrecht verliehen. Das Dorf und das Rittergut wurden fortan als Alt Gassen bezeichnet und verblieben eigenständig. Bis zum Jahre 1855 gehörte die Stadt zur Grundherrschaft und dem Grundherrn oblag die Bestätigung des Ratsmitglieder. Im Siebenjährigen Krieg verloren die Bünauer ihre Güter in den Lausitzen. Abraham Gottfried Philipp von Rabenau wurde 1776 Herr auf Gassen und errichtete ab 1780 das Schloss, das seit 1881 das Rathaus beherbergt. 1815 kam Gassen als Teil der Niederlausitz zu Preußen und wurde 1818 Teil des Landkreises Sorau.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten sich in Gassen Industriebetriebe an, der bekannteste davon war die 1856 gegründete Maschinenfabrik und Eisengießerei Theodor Flöther.

Im Jahre 1939 wohnten 3.186 Einwohner in Gassen. Am 13. Februar 1945 wurde Gassen von der sowjetischen Armee besetzt und kam dann unter polnischer Verwaltung. Die deutsche Bevölkerung, soweit noch nicht geflohen, wurde von der polnischen Verwaltung vertrieben. In der Stadt wurden dann Vertiebene aus den ehemaligen ostpolnischen Gebieten angesiedelt.

Der heutige polnische Name von Gassen lautet : Jasień.
(Text größtenteils aus Wikipedia® mit Korrekturen und Ergänzungen)