Brandenburger Landstreicher

Der Brandenburger Landstreicher

Deutsch-Polnisches Erbe Gruß aus Lagow

Wappen von Lagow Lagow liegt am Flüsschen Pleiske im Land Sternberg, dem südlichen Landesteil der Neumark, etwas nördlich der Straße von Frankfurt (Oder) nach Schwiebus. Nach Frankfurt sind es etwa 45 Kilometer, nach Schwiebus etwa 25 km.

Der nahe der heutigen Stadt gelegene Falkenberg war schon in der Bronzezeit (Lausitzer Kultur) besiedelt. An gleicher Stelle befand sich im 11. und 12. Jahrhundert eine slawische Burg. 1251 kam das Gebiet unter deutsche Herrschaft und war in den folgenden Jahrzehnten zwischen den Bischöfen von Lebus, den Brandenburger Markgrafen und den Erzbischöfen von Magdeburg umstritten.

1299 wurde Lagow zum ersten Mal erwähnt, als die Brandenburger Markgrafen Otto und Heinrich die Burg dem Ritter Albrecht von Klepitz übereigneten. Die damalige Anlage lag etwa 500 m nordwestlich der bis heute bestehenden Johanniterburg auf dem Falkenberg.

Mitte des 14. Jahrhundert ging Lagow in den Besitz des Johanniterordens über, der nach kurzer Zeit mit dem Bau einer neuen Burg begann, die auf einem Hügel zwischen dem Trzesniowski-See im Norden und dem Lagower See im Süden auf einer schmalen Landenge angelegt wurde. Am Fuß der Veste entstand eine zugehörige Siedlung für Handwerker und Dienstmannen, die mit Wehrmauern und zwei Toren gesichert wurde. Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde auf der Burg eine Johanniterkomturei eingerichtet. 1569 bekam Lagow Stadtrecht. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Lagow 1640 von den Schweden eingenommen und zerstört.

Nach der Auflösung des Ordens im Jahre 1811 ging Lagow in privaten Besitz über. Während des 2. Weltkriegs wurden die Burg und das Städtchen nicht zerstört. 1945 kam Lagow zu Polen, die deutschen Bewohner wurden - soweit sie nicht schon geflohen waren - vertrieben und Polen siedelten sich an. Der heutige polnische Name von Lagow lautet : Łagów
(Text größtenteils aus Wikipedia® mit Korrekturen und Ergänzungen)