Brandenburger Landstreicher

Der Brandenburger Landstreicher

Deutsch-Polnisches Erbe

Der Landkreis Soldin


Landkreis im ehemaligen Regierungsbezirk Frankfurt in der preußischen Provinz Brandenburg seit 1818. Der Landkreis Meseritz hatte eine Fläche von 1144,75 km2. Zu den wichtigsten Städten im Landkreis zählten Soldin, Berlinchen, Bernstein und Lippehne. Der Landkreis bestand von 1818 bis 1945. Sitz der Verwaltung war die Stadt Soldin. Der Landkreis hatte 1939 ungefähr 24.000 Einwohner.

Landkarte des Landkreises Soldin
Landkreis Soldin

Gemeinden im Landkreis Soldin
Adamsdorf Bärfelde Batow Berlinchen (Stadt)
Bernstein (Stadt) Breitebruch Brügge Buchholz
Chursdorf Deetz Dertzow Dieckow
Dölzig Fahlenwerder Gerzlow Giesenbrügge
Glasow Griesenfelde Groß Ehrenberg Groß Mandelkow
Grüneberg Hammer-Langenstück Hasselbusch Herrendorf
Hohengrape Hohenziethen Karlshof Karzig
Kerkow Kienitz Klausdorf Kleefeld
Kraazen Kremlin Krining Kuhdamm
Liebenfelde Lippehne (Stadt) Mellenthin Mietzelfelde
Mückeburg
bis 1934 Mückenburg
Nesselgrund Neuenburg Pitzerwitz
Rehfeld Rehnitz Richnow Ringenwalde
Rosenthal Rostin Rufen Ruwen
Schildberg Schöneberg Simonsdorf Soldin (Stadt)
Staffelde Tobelhof Trampe Werblitz
Woltersdorf Wusterwitz Wuthenow Zernickow
Zollen      

Berlinchen
Berlinchen liegt am Berlinchener See (Nipperwitzsee). 1278 wurde der Ort von den brandenburgischen Markgrafen gegründet. 1939 hatte Berlinchen knapp 7.500 Einwohner. 1945 war der zu 60 Prozent zerstört. Der jetzige polnische Name lautet : Barlinek.

Berlinchen

Bernstein
Bernstein liegt am Jungfernsee und am Kleinen Pulssee. 1240 gehörte der Ort zu Pommern, seit 1280 dann brandenburgisch. 1350 wird die Stadt Bernstein an Pommern verkauft. 1448 wird Bernstein wieder von Pommern zurückerobert. 1818 wird Bernstein in den Kreis Soldin eingegliedert. 1939 hatte Bernstein knapp 2.500 Einwohner. Der jetzige polnische Name lautet : Pełczyce.

Bernstein

Lippehne
Lippehne liegt am Wendelsee. Das Land Lippehne wird von den brandenburgischen Landgrafen vom Bischof von Cammin gekauft. 1286 wurde der Ort erstmals erwähnt. 1402 kam der Ort unter die Herrschaft des Deutschen Ordens. 1455 kam die Neumark, wie auch Lippehne wieder unter brandenburgische Herrschaft. 1939 hatte Lippehne knapp 4.300 Einwohner. Der jetzige polnische Name lautet : Lipiany.

Lippehne

Soldin
Soldin liegt am Soldiner See. 1261 wird der Ort von dem Templerorden an die brandenburgischen Landgrafen verkauft. 1402 kam der Ort unter die Herrschaft des Deutschen Ordens. 1455 kam die Neumark, wie auch Soldin wieder unter brandenburgische Herrschaft. 1466 wurde in Soldin der Vertrag zwischen Brandenburg und Pommern über die brandenburgische Lehnshoheit über Pommern geschlossen. 1939 hatte Soldin knapp 6.100 Einwohner. 1945 war Soldin zu 45 Prozent zerstört. Der jetzige polnische Name lautet : Myślibórz.

Soldin