Brandenburger Landstreicher

Der Brandenburger Landstreicher

Deutsch-Polnisches Erbe

Der Landkreis Weststernberg


Landkreis im ehemaligen Regierungsbezirk Frankfurt in der preußischen Provinz Brandenburg seit 1873. Der Landkreis entstand aus dem ehemaligen Kreis Sternberg (von 1818 bis 1873). Der Landkreis Weststernberg hatte eine Fläche von 1135,73 km2. Zu den wichtigsten Städten im Landkreis zählten Drossen, Göritz (Oder) und Reppen. Direkt an den Landkreis (westlich) schließt sich der Stadtkreis Frankfurt an. Der Landkreis bestand von 1873 bis 1945. Sitz der Verwaltung war die Stadt Reppen ab 1904, davor Drossen. Der Landkreis hatte 1939 ungefähr 44.500 Einwohner.

Landkarte des Landkreises Weststernberg
Landkreis Weststernberg

Gemeinden im Landkreis Weststernberg
Aurith Balkow Beelitz Bergen
Biberteich Bischofsee Bottschow Buchholz
Döbbernitz Drenzig Drossen (Stadt) Frauendorf
Görbitsch Göritz (Oder) (Stadt) Gohlitz Gräden
Grimmitz Groß Gandern Groß Lübbichow Groß Rade
Grunow Hildesheim Klauswalde Klein Gandern
Klein Kirschbaum Klein Lübbichow Klein Rade Kloppitz
Kohlow Kunersdorf Kunitz Lässig
Laubow Leichholz Leißow
bis 1938 Leissow
Lieben
Matschdorf Melschnitz Neu Bischofsee Neuendorf
ötscher Pinnow Polenzig Radach
Rampitz Reichenwalde Reipzig Reppen (Stadt)
Säpzig Sandow Schernow
bis 1937 Tschernow
Schwetig
Seefeld Spudlow Steinbockwerk Stenzig
Storkow Tornow Trettin Treuhofen
bis 1937 Schmargorey
Wildenhagen Zerbow Ziebingen Zohlow
Zweinert      

Drossen
Drossen liegt am Fluß Lenze. Drossen wurde erstmals im Jahre 1252 erwähnt. Die Stadt war im Besitz der Lebuser Bischöfe. 1375 kam die Stadt in den Besitz der brandenburgischen Markgrafen. 1818 wurde Droosen Teil des Kreises Sternberg und 1852 der Kreissitz. Nach der Teilung des Kreises Sternberg kam die Stadt zum Kreis Weststernberg. Bis 1904 war Drossen Kreisstadt des Kreises Weststernberg, ab 1904 dann Reppen. 1939 hatte Drossen knapp 5.600 Einwohner. 1945 war die Stadt zu 45 Prozent zerstört. Der jetzige polnische Name lautet : Ośno Lubuskie.

Drossen

Göritz (Oder)
Göritz (Oder) liegt am östlichen Ufer der Oder. 1252 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Von 1276 bis 1325 war Göritz Sitz des Bistums Lebus. 1808 wurde Göritz (Oder) zur Stadt erhoben. Die Stadt gehörte seit 1818 zum Kreis Sternberg und von 1873 bis 1945 zum Landkreis Weststernberg. 1939 hatte Göritz (Oder) knapp 1.900 Einwohner. Der jetzige polnische Name lautet : Górzyca. Göritz (Oder) verlor unter Polen das Stadtrecht.

Göritz (Oder)

Reppen
Reppen liegt am Fluß Eilang. 1329 wird Reppen als Stadt urkundlich erwähnt. 1818 kam Reppen in den Kreis Sternberg. Nach der Teilung des Kreises Sternberg, wurde Reppen in den Kreis Weststernberg eingegliedert. 1939 hatte Reppen knapp 6.400 Einwohner. Nach 1945 hieß die Stadt kurzzeitig Rypin. Der jetzige polnische Name lautet : Rzepin. 1945 wurde der Ort sehr stark zerstört.

Reppen

Frankfurt (Oder)
Frankfurt (Oder) liegt auf beiden Seiten der Oder. Frankfurt (Oder) war Stadtkreis und Hauptstadt des Regierungsbezirkes Frankfurt (Oder). 1253 wurde dem Ort das Stadtrecht verliehen durch die Brandenburger Markgrafen. 1506 wird die Universität in Frankfurt (Oder) gegründet. 1816 wurde Frankfurt (Oder) Sitz der Regierung der Neumark. 1816 wurde der Stadtkreis Frankfurt (Oder) gebildet. 1827 wurde der Stadtkreis wieder aufgelöst und Frankfurt (Oder) gehörte zum Kreis Lebus. 1877 wurde der Stadtkreis Frankfurt (Oder) wieder gegründet. 1939 hatte Frankfurt (Oder) knapp 83.500 Einwohner. 1945 war die historische Innenstadt zu 93 Prozent zerstört. 1945 wurde die Stadt Frankfurt (Oder) sowie der Stadtkreis geteilt. Die ehemalige Dammvorstadt von Frankfurt (Oder) wurde polnisch, alle Gebiete östlich der Oder wurden polnisch. Der jetzige polnische Name lautet : Słubice. 1952 wurde Frankfurt (Oder) Bezirksstadt im gleichnamigen Bezirk der DDR.

Frankfurt (Oder)