Brandenburger Landstreicher

Der Brandenburger Landstreicher

Deutsch-Polnisches Erbe Gruß aus Liebenau

Wappen von Liebenau Liebenau liegt zwischen dem Richter-, Gast- und Ratssee.

Die Entstehung des Dorfes Liebenau liegt weit zurück. Im Jahre 1249 wurde es angekauft durch den Zisterzienserorden mit Sitz in Paradies. Der Zisterzienserorden gehörte des Dorfes fast ausnahmslos bis zum Jahre 1810. Im 15. Jahrhundert bekam Liebenau die Stadtrechte verliehen. Damals gewann es durch den Handel, welcher auf Messen und Jahrmärkten im Ort gehalten wurde, an Bedeutung. Die Stadtrechte verlor Liebenau durch die großen Verwüstungen und Zerstörungen im 30 jährigen Kriege zwischen 1618 und 1648. Im Jahre 1762 wurde der Ort durch eine Feuersbrunst fast vollständig vernichtet. Im Jahre 1857 bekam Liebenau wieder das Stadtrecht verliehen.

Seine wirtschaftliche Entwicklung verdankt Liebenau vor allem der Braunkohleindustrie, welche sich nach dem ersten Fund auf dem Grundstück des Liebenauers Karl Schwennicke im Jahre 1885 ansiedelte. Danach entstanden kleinere und auch größere Braunkohlezechen um Liebenau. Vor dem 2. Weltkrieg befand sich im Ort eine Heilstätte für Atemwegserkrankungen. Zwischen den beiden Weltkriegen ist besonders der Ausbau der gigantischen Befestigungsanlagen der "Nischlitz-Obra-Linie", der späteren "Festungsfront Oder-Warthe-Bogen" zu nennen. Im Jahre 1939 lebten 1.170 Einwohner in Liebenau. Liebenau wurde während des 2. Weltkrieges erheblich zerstört. Die deutsche Bevölkerung wurde, nach der Übernahme der Verwaltung der Stadt durch die Polen, vertrieben. Die Stadt verlor nach dem 2. Weltkrieg das Stadtrecht.

Der heutige polnische Name von Liebenau lautet : Lubrza.
(Text größtenteils von den Seiten www.lubrza.pl mit Korrekturen und Ergänzungen)